Was soll ich tun?

Heute möchte ich an den letzten Beitrag anschließen und mich mit einer Frage beschäftigen, die sich viele Menschen gerade in dieser Zeit stellen: WAS soll ich tun?

Warum die Fragestellung auf diese Weise nicht sehr dienlich ist und wie wir sie so umformulieren können, dass sie uns dient, darüber möchte ich heute schreiben.

 

Gerade in den sozialen Netzwerken nehme ich zwei sehr un-terschiedliche Strömungen wahr: eine Seite, die meint, dass wir gar nichts tun sollen, außer uns auf ein positives Ergebnis, einen positiven Ausgang dieser Geschichte zu fokussieren, denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit, und worauf wir sie rich-ten, das wird sich vermehren. Wenn wir uns also auf Gesund-heit, Frieden und Freude ausrichten, wird sich alles zum Guten wandeln. Die andere Seite ruft zum Widerstand gegen die, auch aus meiner Sicht, oft übertriebenen und/oder sinnlosen Maß-nahmen der Regierung und anderer Institutionen auf. Das ge-schieht dann kämpferisch und in einem sehr rauhen Ton. Die Andersdenkenden werden zum Feindbild erklärt und be-schimpft. Das ist, aufgrund der Anonymität, in den sozialen Netzwerken natürlich viel leichter, als wenn wir vor einem Men-schen stehen und ihm in die Augen schauen. Viele lassen auch einfach nur ihren Frust ab, ohne dass sie selbst eine Lösung zur Verbesserung der Umstände anzubieten haben.

Wenn wir diese Situation betrachten, ist es nicht verwunder-lich, wenn sich viele Menschen fragen, was sie tun sollen, was 'das Richtige' ist und ob es überhaupt sinnvoll ist etwas zu tun.

Wenn du dich das auch fragst, kann ich dir nur sagen, dass dir keine Instanz im Außen eine für dich stimmige Antwort geben kann. Nur du selbst kannst herausfinden, ob und was du tun willst, und die Instanz, die dir den für dich stimmigen Impuls dazu geben kann, ist dein Herz. Dein Herz 'spricht' zu dir über Gefühle. Wenn du lernst, die Sprache deines Herzens zu ver-stehen, wird es dir immer den Impuls senden, der gerade jetzt für dich richtig ist.

Du hast sicher schon gemerkt, dass du dich zu manchen Din-gen, Lebewesen oder Erfahrungen hingezogen fühlst und zu
anderen weniger oder gar nicht. Dafür gibt es meistens keinen logischen Grund. Du kannst dir nicht aussuchen, in welchen Menschen du dich verliebst, welches Hobby dir Freude macht oder welche Themen dich interessieren.

So funktioniert die Ebene der Gefühle/des Herzens: du fühlst dich zu etwas hingezogen oder eben nicht.

Vielen Menschen ist dieser Vorgang gar nicht bewusst, und nicht wenige glauben, dass sie keine gute Intuition haben und zweifeln deshalb an diesen nonverbalen, gefühlten Informa-tionen, wenn sie sich nicht logisch begründen lassen.

Dabei ist es so einfach. Sobald du deine Aufmerksamkeit auf etwas richtest, steigt ein Gefühl dazu in dir auf. Das kann neutral sein oder du fühlst dich angezogen oder es ist in irgend-einer Weise unangenehm. Dieses Gefühl ist noch vor dem ersten Gedanken da und zeigt dir deine 'Beziehung' zu der Sache, dem
Lebewesen oder dem Thema.

Wenn das bei mir stattfindet, versuche ich kurz innezuhalten, nur dieses Gefühl zu fühlen und nichts zu machen, nicht gleich
darauf zu reagieren.

Warum?

Weil das eine wertvolle Information darüber ist, wie ich zu dieser Sache stehe. Es zeigt mir meine 'Beziehung' zu dem
Wahrgenommenen.
Wenn ich in den sozialen Netzwerken etwas lese, beobachte ich als erstes mein Gefühl zu dem Beitrag. Ich möchte dich an dieser Stelle einladen, es einmal auszuprobieren, die Dinge einfach auf dich wirken zu lassen und noch nichts damit zu tun. Lies einmal eine Zeit lang nur Beiträge, ohne sie im Kopf (also
gedanklich) oder schriftlich zu kommentieren. Du kannst dabei sehr viel über dich lernen. Wenn du auf einen Beitrag unangemessen heftig reagierst, wenn Angst, Ärger oder gar Hass auf den Verfasser in dir aufkommen und du unbedingt widersprechen möchtest, sehr viel Widerstand fühlst, kannst du sicher sein, dass der Beitrag nur der Auslöser für Emotionen ist, die du schon länger in dir trägst.

Erkennst du das und bist du bereit, zuerst bei dir selber nach-zuschauen, was dich so sehr aufregt, kann sehr viel Heilung geschehen. Du kannst die Angst, den Zorn, oder was immer da ist, anschauen und in dir erlösen, indem du einfach das Gefühl fühlst, ohne auf die Geschichte, die dir dein Verstand dazu erzählt, einzugehen. Fühlst du nur das Gefühl, wird es sich nach einiger Zeit im klaren Bewusstsein, das du bist, auflösen.

Wenn du den Artikel nach dieser Erfahrung nochmals liest, kann es sein, dass du gar nicht mehr verstehen kannst, warum du dich vorher so sehr darüber aufgeregt hast. Du wirst dem Inhalt
wahrscheinlich immer noch nicht zustimmen, aber diese hefti-gen Gefühle sind weg und du kannst ihn relativ neutral, als eine Ansicht von vielen, betrachten.
Du hast immer noch eine (deine) Meinung zu dem Thema, und das ist auch gut so. Die Frage ist nur, WIE du diese vertrittst. Und da kommen wir jetzt zu der Fragestellung, die dir dienlich sein kann. Du brauchst nicht zu fragen: WAS soll ich tun?

Diese Frage erübrigt sich, wenn du mit deinem Herz verbunden bist. Du spürst dann ganz genau, welche Dinge oder Themen dir 'am Herzen liegen', wo du einen Beitrag leisten und dich enga-gieren willst.

Die Frage, die sich stellt, ist, WIE du das machen willst: wie ein zorniges, trotziges Kind, das wild um sich schlägt und alle anderen verurteilt, die eine andere Meinung haben, oder wie ein erwachter Erwachsener, der zu seiner Meinung steht und auch allen anderen ihre Meinung zugesteht. Auf dieser Ebene kann über alle Themen sachlich diskutiert werden.

Wie schon im vorigen Beitrag erwähnt, bringt diese Zeit alle Schatten an die Oberfläche, in jedem einzelnen Menschen und auch kollektiv. Die Frage ist, wie gehen wir damit um.

 

Zum Schluss möchte ich noch meine Gedanken zu der Über-legung teilen, ob wir überhaupt etwas tun sollen oder ob eine positive Ausrichtung allein genügt.

Wie immer liegt für mich die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Es stimmt: Energie folgt der Aufmerksamkeit, und eine positive Ausrichtung ist wichtig. Daher finde ich es auch so wesentlich, welche innere Haltung einer Handlung zugrunde liegt.

Wird aus Angst, Aggression oder einer anderen ungeheilten Emotion heraus gehandelt oder aus der Liebe, die sich als alles was ist erkannt hat?

Ich kann mich FÜR alles engagieren, wozu ich mich hingezo-gen fühle und meinen Beitrag leisten. Meiner Ansicht nach ist das auch gut so, zumindest noch für einige Zeit. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass schon bald eine Zeit kommt, in der wir allein durch Gedankenkraft, durch unsere Absicht, Dinge ins Leben rufen können.

Es funktioniert ja jetzt schon, und manche Menschen haben sich allein durch die Kraft ihrer Absicht von schweren Krankhei-ten geheilt (zB Clemens Kuby oder Anke Evertz).

Jeder kann auf sein (Er-)Leben und seine Gesundheit durch gezielte Absichten Einfluss nehmen und zB dem Körper den Impuls geben, sich zu regenerieren und zu verjüngen.

Dennoch braucht es in der äußeren Welt auch Handlungs-kraft, um Dinge zu bewegen und/oder zu verändern.

Wenn die Badewanne überzulaufen droht, muss ich aufstehen und den Wasserhahn zudrehen, wenn ich keine Überschwem-mung haben will.

Wenn ich für die Welt, in der ich lebe, bestimmte Werte bevor-zuge, macht es auch Sinn, sich für diese einzusetzen.

Wenn ich in dem Bewusstsein zur Tat schreite, dass meine Handlung zum Wohl des Ganzen beitragen möge, wird diese
immer von Liebe durchdrungen sein und Gutes in die Welt bringen. Es geht immer um das WIE. Das WAS ergibt sich von selbst, wenn du auf dein Herz hörst.
Etwas mehr Gelassenheit und Vertrauen ins Leben würde uns Menschen der westlichen Welt, meiner Ansicht nach, auch gut tun. Generell sehe ich bei uns eher die Tendenz zu viel zu tun als zu wenig.

Ich habe das Glück, einen wunderschönen Rosengarten in der Nähe zu haben. Jedes Jahr, ab Ende April, beobachte ich die Rosenblüte, wie sich mühelos und scheinbar wie von selbst die Knospen entwickeln und innerhalb weniger Tage zu den schöns-ten Rosen erblühen. Die Natur offenbart uns das Wunder des Lebens, wenn wir bereit sind, still zu werden, zu schauen und zu staunen. Mit dieser inneren Haltung bekommt das Leben viel mehr Leichtigkeit und lädt auch uns dazu ein, die Magie der Schöpfung durch uns wirken zu lassen.

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