Von der Dualität zur Polarität

Heute möchte ich ein sehr interessantes Thema aufgreifen, das in der neuen Zeit immer aktueller wird:

Es geht darum, wie wir die Welt betrachten, wie wir auf unser (Er-)Leben schauen und den Dingen ihre Bedeutung geben.

Schauen wir aus einer dualen oder polaren Sichtweise? Erkennen wir, dass JEDES Ding, jeder Mensch, jede Situation, IMMER zwei Seiten hat, die gleichermaßen auch immer da sind, oder nehmen wir nur eine Seite wahr?

Denken wir "entweder-oder", schwarz - weiß, gut - schlecht, indem wir uns auf nur einen Pol beschränken?

Oder sind wir in der Lage, beide Pole zu sehen und uns so immer mehr aus der Dualität zu erheben und zur 'Einsicht' zu gelangen?

Die neue Energie 'funktioniert' immer mehr auf dieser allum-fassenden Sichtweise und lädt uns ein, unseren Blick auf das Leben zu weiten, über die Dimension der Dualität und Tren-nung hinauszusehen und vermehrt auf die Einheit allen Seins zu schauen.

Dabei geht es NICHT darum, unsere Fähigkeit zur Unter-scheidung zu verlieren und in ein gekünsteltes 'Heile-Welt-Szenario' einzutreten, wo alles nur positiv betrachtet und schöngeredet wird.

So ein Verhalten ist, meiner Ansicht nach, eine falsch verstan-dene Spiritualität, die ihre Wurzeln nicht im Herzen, sondern im Verstand hat.

Dabei wird alles sogenannte 'Negative' ausgeblendet, beschönigt oder verleugnet, und genau das erschafft noch mehr Trennung.
Die Bewertung in gut und schlecht, richtig und falsch, wird bei so einer Sichtweise ja aufrechterhalten und durch die Unter-drückung des einen Pols sogar verstärkt.

Wird aber aus dem Herzen heraus geschaut, geschieht das genaue Gegenteil. Es werden beide Seiten, beide Pole einer Sache anerkannt, und erst dadurch kann sich die Trennung aufheben und eine Annäherung zur Mitte, zur Ausgewogen-heit, stattfinden.

Schauen wir uns das nun anhand eines Beispiels an.

Dafür wähle ich jetzt einfach die Eigenschaft 'rücksichtsvoll'. Diese Eigenschaft wird von den meisten Menschen als sehr positiv bewertet, und rücksichtsvolle Menschen sind allgemein beliebt.

Aus einer einheitlichen Sicht ist diese Eigenschaft aber weder
gut noch schlecht, sondern es kommt auf das richtige Maß an. Der Gegenpol wäre in diesem Fall 'rücksichtslos'.

Aus der Sicht der Dualität wird ein rücksichtsloser Mensch als schlecht bewertet und dieses Verhalten verurteilt und abgelehnt. Aus einer polaren Sicht können wir erkennen, dass dieser Mensch mit dieser Eigenschaft momentan nicht in Balance, nicht im Gleichgewicht, ist und können anerkennen, dass DAS VERHALTEN dieses Menschen in diesem Augenblick nicht stimmig ist, der Mensch als solcher aber deswegen nicht schlecht ist.

Sehen wir das, können wir dem Menschen mit einer ganz ande-ren inneren Haltung begegnen, mit einer anderen Energie, die keine Ablehnung ausdrückt, sondern eine Einladung für diesen Menschen sein kann, sein Verhalten zu überprüfen und sich selbst zu korrigieren.

Fühlt sich ein Mensch nicht abgelehnt und verurteilt, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass er sich selbst reflektiert und ausbalanciert, anstatt in den Widerstand zu gehen und auf seinem Standpunkt zu beharren.

Wenn wir jetzt nochmals nur auf die Eigenschaft des Rücksicht-nehmens schauen, können wir sehen, dass ein zuviel an Rück-sichtnahme auch nicht dienlich ist und sich dieses Verhalten gegen uns selbst richtet, wenn wir nicht zu uns, unseren Wün-schen und Bedürfnissen stehen und gesunde Grenzen setzen.
Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass wir entweder uns selbst (bei zuviel Rücksichtnahme) oder unseren Mitmen-schen (bei zuwenig Rücksichtnahme) schaden.
Letztendlich schaden wir natürlich immer uns selbst, wenn wir nicht in einer guten Balance zwischen den beiden Polen sind, denn das Außen ist immer nur ein Spiegel unserer inneren Welt. Schaden wir der 'Außenwelt', werden wir die entsprechenden Gefühle immer in uns spüren, weil wir selbst das alles sind.

 

Wenn wir das ganze Leben aus dieser polaren Sichtweise be-trachten, werden wir feststellen, dass nichts an sich gut oder schlecht ist, sondern dass es immer nur auf das rechte Maß ankommt. Wir können unser Herz und unseren Blick weiten, uns immer mehr ausdehnen und alles integrieren und befrie-den, anstatt es im (scheinbaren) Außen zu verurteilen.

Dadurch werden wir immer heiler und vollständiger, kommen immer mehr in unsere Mitte, und im gleichen Ausmaß bringt
sich auch unsere Umwelt in Balance.

Wenn wir uns dabei beobachten, dass wir etwas im Außen verurteilen oder ablehnen, ist der erste Schritt, immer nach innen zu schauen und zu erforschen, wo wir selbst mit dieser Eigenschaft oder diesem Verhalten nicht in Balance sind.

Haben wir zuviel oder zuwenig davon?

Oder glauben wir gar, dass wir diese ungeliebte Eigenschaft überhaupt nicht haben?

Je mehr uns das Außen aufregt, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir einen Pol einer bestimmten Eigenschaft komplett ablehnen und von uns weisen.

Wir sind doch nicht neidisch, manipulierend, arrogant oder nur auf unseren Vorteil bedacht, oder :-)?

 

Eine gute und sehr einfache Übung, um einen abgelehnten Pol schnell zu integrieren, ist, so lange zu sagen:

"Ich bin ... (z.B. neidisch)",

bis wir es emotionslos und ohne Widerstand sagen können. Dazu braucht es manchmal ein paar Anläufe und Ausdauer, bis das Ego es akzeptieren kann. Es kann sein, dass sehr intensive
Gefühle auftauchen und Widerstände, die beobachtet und integriert werden können.

Schließlich wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass es ganz unmöglich ist etwas NICHT zu sein, wenn wir doch alles sind.

 

Auch bei dieser Arbeit ist Humor und ein Schuss Selbstironie hilfreich. Wenn du bei dem Satz über deinen vorigen Wider-stand dagegen lachen kannst, bist du durch. Wenn du diese Übung ein paar Mal gemacht hast, kann sie wirklich Spaß machen.

In der neuen Energie sind wir eingeladen, uns aus der Duali-tät der Gegensätze in die Polarität der Gleichwertigkeit zu erheben. Wir dürfen anerkennen, dass wir das Gute, Schöne und Wahre erst schätzen und ehren können, wenn wir auch den gegenteiligen Pol kennenlernen können.

Deshalb ist dieser genauso wichtig und nicht weniger wert.

Der Sport ist dafür ein gutes Beispiel. Es könnte keinen Sieger geben und niemand könnte dieses unbeschreibliche Gefühl,
bei einer WM oder olympischen Spielen auf dem obersten Treppchen zu stehen, fühlen, wenn es nicht ganz viele Verlierer gäbe. Sind diese deswegen schlechter?
Bei Schirennen sind es oft nur ein paar hundertstel Sekunden, die zwischen einer Medaille oder dem Verlieren liegen.

Wir könnten den Frieden in unserem schönen Land nicht wert-schätzen, wenn es die Erfahrung von Krieg nicht gäbe.

Wir sind hier in dieser Verkörperung um Erfahrungen zu machen, nicht nur zu wissen, sondern um Gefühle zu spüren, zu erleben und so unterscheiden zu lernen.

Um diese Erfahrung machen zu können, sind beide Pole wichtig.

Kommen wir in eine gute Balance, in der wir beide Pole aner-kennen und integrieren, kommt unser Leben in ein ruhigeres und sanfteres Fahrwasser. Wir werden entspannter und gelas-sener und erleben immer öfter Momente des Friedens und der Einheit.

Eine Einheit, die nichts mehr ausschließt und in der alles sein
darf.


Wenn Dich der Beitrag inspiriert hat, freue ich mich sehr über den Ausdruck Deiner Wertschätzung mittels einer Spende.

Vielen Dank!

(Wenn Du kein Paypal und keine Kreditkarte hast, sende ich Dir gerne meine Kontodaten.)


Wenn du merkst, dass alte mentale Muster immer wieder dein Denken beeinflussen, könnte der Kurs "Claim your brain" von Andreas Goldemann für dich interessant sein.

"Claim your Brain" hilft Dir bessere Lösungen für Dein Leben zu finden und es bewusster zu kreieren.
Andreas ist ein "medizinisch Intuitiver", der über Stimme und Bewegung belastende Emotionen aus dem Körper und dem Energiefeld lösen kann. Die Veränderungen sind im Körper und auch emotional sofort spürbar, der Körper entspannt sich und innere Ruhe breitet sich aus.
Bei "Claim your brain" geht es darum, belastende Emotionen, Muster und Prägungen, angefangen in der Schwangerschaft über die Kindheit bis ins Erwachsenenalter abzulösen und so im Kopf wieder frei zu werden. Du findest in diesem Kurs auch ein spezielles Video, mit welchem du an deinen persönlichen Themen arbeiten kannst. Ich bin immer wieder begeistert, wie leicht und schnell Veränderung geschehen kann.

Die erste Session ist gratis (auf das Bild unten klicken).


Und wenn du endlich mehr Freiheit, Freude und Leichtigkeit mit dem Essen haben möchtest, dann komm in meine "Seelengenährt-Lichtnahrungsbegleitung"!

  • Willst auch du raus aus der Abhängigkeit essen zu müssen?
  • Willst du mit Leichtigkeit Essen genießen, wenn du gerade Lust dazu hast?
  • Spürst du, dass für deinen Körper zu viel Essen eine Belastung ist und er mit Beschwerden darauf reagiert?
  • Sehnst du dich nach Wahlfreiheit, mehr Leichtigkeit, Vitalität und Energie ohne Ende?

Dann bist du hier genau richtig! Du lernst, wie du mit viel weniger Essen auskommst, mehr Energie hast und deinem Körper mit einfachen Übungen hilfst, sich immer mehr an die kosmische Nahrungsquelle anzuschließen.

Als exklusives Einzelcoaching jederzeit buchbar!

Der nächste Gruppenkurs findet vom 16. April bis 11. Juni 2020 statt. Hier findest du das Kursprogramm. Ich freu mich auf dich!