Die Angst vor der Angst

Heute habe ich mir ein etwas kniffliges Thema ausgewählt, mit dem ich in den letzten Wochen einige Erfahrungen machen durfte.

Erstens ist es schwierig sie zu beschreiben, weil die Angst vor der Angst in verschiedenen Masken auftreten kann, und zweitens ist sie, meiner Ansicht nach, die am häufigsten ver-drängte (gespeicherte) Emotion überhaupt.

Niemand will Angst haben, und diese Angst vor der Angst weist meistens auf unsere ältesten und am besten (vor uns selbst) ver-steckten traumatischen Erfahrungen hin. Sie ist der Bereich/das Thema in uns, den/das wir uns überhaupt nicht anschauen wol-len, und wir wissen selbst sehr gut warum.

Schauen wir dahin, kann es sein, dass wir die sprichwörtliche Büchse der Pandora öffnen, und schon deshalb haben wir Angst, uns in diese tiefen, dunklen Abgründe zu begeben.

Anmerkung: Worüber ich heute schreibe, hat nichts mit chroni-schen Ängsten oder Panikattacken zu tun. Wenn du unter so etwas leidest, dann wende dich an einen Therapeuten deines Vertrauens.

Ich meine Ängste, die sich auf Grund von schlechten Erfah-rungen oder gewohnheitsmäßig bei uns eingenistet haben, die im Hintergrund mitschwingen und uns immer wieder zu schaffen machen.

Viele dieser Ängste stammen aus unserer frühen Kindheit. Deshalb kann unser erwachsener Verstand auch nichts damit anfangen. Wenn dir z. B. deine Mutter sehr oft gesagt hat, dass du bei Dunkelheit nur auf der hell beleuchteten Hauptstraße nach Hause gehen sollst, anstatt die Abkürzung über den Wald-weg zu nehmen, weil das gefährlich sein könnte, dann kann es sein, dass du dich heute als Erwachsener nachts auf einem Feld-weg sehr unbehaglich fühlst, und nicht (mehr) weißt warum. Dein Verstand sagt dir, dass alles in Ordnung ist, und den-noch hast du ein mulmiges Gefühl, wenn du nur an die Situation denkst.

Oder es gab eine angstbesetzte Situation, die über einen länge-ren Zeitraum angedauert hat, dann hast du vielleicht ein Angst- / Stressmuster entwickelt, das immer wieder auftaucht, wenn du heute etwas ähnliches erlebst. Als Kind durfte ich erst vom Tisch aufstehen, wenn ich den Teller leergegessen hatte. Da es mir meistens viel zu viel war, kam bei mir mit der Zeit immer mehr Stress auf, bis ich richtiggehend Angst vor dem Essen be-kam. Auch Jahre später, wenn ich mich zu Tisch setzte, machte sich ein unangenehmes Gefühl in mir breit, von dem ich lange nicht wusste, was das war.

Solche unterschwelligen Ängste können wir mit dem Verstand nicht zuordnen, wenn wir uns nicht über ihren Ursprung klar werden.

Das kann aber eine Weile dauern und erfordert eine genaue Beobachtung und Analyse der Situation.

Viele Menschen versuchen dann das unangenehme Gefühl mit
positivem Denken loszuwerden oder verurteilen sich selbst sogar dafür, dass es da ist, weil es augenscheinlich keinen Grund dafür gibt.

Positives Denken wirkt in solch einem Fall so, wie wenn du versuchst, mit Benzin ein Feuer zu löschen. Du versuchst mit dem Verstand gegen ein Gefühl "anzudenken" und dich davon zu überzeugen, dass es nicht da ist, weil es nicht da sein sollte, ob-wohl du es deutlich in deinem Körper spüren kannst.

Je mehr du es zu leugnen versuchst und je größer dein Wider-stand dagegen ist, desto stärker wird es sich zeigen. Du kämpfst gegen dich selbst, gegen einen Teil von dir, der Angst hat, und diesen Kampf kannst du nicht gewinnen. Mit der Zeit wirst du vor der entsprechenden Situation immer mehr Angst bekom-men, auch wenn du nur daran denkst, weil du mit jeder Wieder-holung noch mehr Angst und Widerstand auf die gespeicherte Emotion draufpackst.

So entsteht die Angst vor der Angst.

Du fürchtest dich mehr vor diesem unangenehmen Gefühl der Angst als vor der Situation selbst.

Ist die Lage bis dahin eskaliert, hast du nur noch zwei Mög-lichkeiten: Du kannst entweder die stressbesetzte Situation meiden (was nicht immer möglich ist) oder dich endlich der Angst zuwenden und sie in deinem Körper fühlen.

Das kann am Anfang sehr heftig sein, besonders wenn du diese Angst und alle damit verbundenen Emotionen über einen lan-gen Zeitraum hinweg verdrängt hast.

Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist, dass es bald leichter werden wird und dass du nicht alles auf einmal fühlen musst.

Gibst du den Widerstand auf und schaust der Angst mutig ins Gesicht, wird sie schon allein dadurch kleiner. Du bist die beo-bachtende Instanz und der Raum in dem alles erscheint. Sei präsent und fühle was da ist.

Sobald du bereit bist hinzuschauen, wirst du Informationen über den Ursprung dieser Angst bekommen. Dir wird klar wer-den wo die Ursache dafür liegt und vielleicht erstaunt feststel-len, dass sich auch in ganz anderen Bereichen deines Lebens auf einmal Blockaden lösen.

So war es bei mir, und die Erleichterung war auch auf der kör-perlichen Ebene stark spürbar. Ich konnte es bis in die Zellen meines Körpers spüren, wie uralte Angstmuster und all der damit verbundene Stress hinausvibrierten.

Wie macht sich die Angst vor der Angst bemerkbar?

Manchmal ganz anders, als wir es uns vorstellen würden. Sie kann sich als Kloß oder leichter Druck im Hals zeigen, als Enge im Brustraum oder als mulmiges Gefühl in der Magengrube.

Da ist einfach etwas, das wir nicht genau zuordenen können, und die Empfindung kann sehr unterschiedlich sein. Sie kann genauso ein lähmendes Gefühl sein, eine Schwere, die auf unse-rem Erleben liegt. Das ist zuerst einfach ein bisschen lästig und wird daher gerne beiseite geschoben. Mit der Zeit wird das Un-behagen aber immer größer, bis es nicht mehr zu leugnen ist und sich sogar belastend auf unser ganzes (Er-)Leben auswir-ken kann. Wir sprechen in diesem Zusammenhang dann oft von "Befürchtungen" oder "Sorgen", die wir uns machen, um das Kind nicht direkt beim Namen nennen zu müssen.

Es ist auch wichtig zu unterscheiden, ob du dich vor einem kon-kreten Ereignis (z. B. einem Zahnarztbesuch) fürchtest, oder ob du Angst hast, dass eine bestimmte Situation Ängste oder an-dere unangenehme Gefühle in dir weckt, die du nicht fühlen
willst.

Auf den Punkt gebracht könnte ich sagen: Immer wenn du in einer Situation, die für die meisten Menschen eher neutral ist und/oder die dein erwachsener Verstand als sicher oder unbe-denklich einstuft, ohne ersichtlichen Grund Angst oder andere unangnehme Gefühle bekommst, dann kann es sein, dass eine alte Angst dahinter steckt. Es kann auch sein (so war es bei mir), dass du bei einem bestimmten Ereignis schon automatisch, also aus Gewohnheit, mit Angst reagierst, dann steckt ein Angst-muster oder Programm dahinter, das so lange immer wieder ab-läuft, bis es erkannt und aufgelöst wird.

Um solche Programmierungen zu lösen, verwende ich EFT (Emotional Freedom Technique). Das ist eine Klopftechnik der Akupressurpunkte, größtenteils am Kopf, die sehr schnell und effektiv wirkt. Im vorigen Newsletter habe ich dazu den Klopf-Kongress von Michaela Thiede empfohlen, wo diese Technik vorgestellt wird. Der Kongress ist mittlerweile vorüber, aber wenn dich das interessiert, kannst du dich hier über den Kongress informieren und das Kongress-Paket kaufen (auf das Bild klicken):


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