Deine Unzufriedenheit

Ich hoffe, du hattest eine schöne Zeit zwischen den Jahren und bist gut im Neuen Jahr 2020 angekommen.

Vielleicht wunderst du dich, warum ich gerade das Thema Un-zufriedenheit für den ersten Newsletter des Neuen Jahres wähle. Dieses Thema ist in den Rauhnächten zu mir gekommen, und es hat eine Weile gedauert, bis ich dahintergekommen bin, was sich da zeigen möchte.

Ich meine auch nicht diese offensichtliche Unzufriedenheit, die sich einstellt, wenn du einen Fehler gemacht hast, dir etwas misslungen ist oder eine Situation sich anders zeigt als erwartet.

Die Form von Unzufriedenheit, die ich heute ansprechen möch-te, ist mehr ein unterschwelliger Zustand, die subtile Anwesen-heit von etwas, das uns im Laufe unseres Lebens so vertraut ge-worden ist, dass es uns gar nicht mehr auffällt. Dennoch legt es sich wie ein grauer Schleier über unser (Er-)Leben, und wenn wir diese permanente leise Unzufriedenheit nicht irgendwann bewusst wahrnehmen, breitet sie sich immer mehr aus und erstickt langsam aber sicher unsere Lebenfreude und unsere positiven Gefühle mit ihrer Schwere.

Irgendwann schwingt sie dann als subtiler, unharmonischer Unterton in all unseren Lebensbereichen mit.

Wenn du tief in dich hineinspürst, bekommst du vielleicht eine Ahnung, wovon ich hier schreibe. Dieser Zustand, den ich ganz bewusst nicht als Emotion oder Gefühl bezeichnen möch-te, weil er nicht natürlich aus dir entstanden ist, sondern dir antrainiert wurde, liegt unter deinen Emotionen.

So wie ich es wahrnehme, kommst du mit ihm erst in Kontakt, wenn du schon viele deiner angestauten Emotionen durchge-fühlt und erlöst hast. Irgendwann kommst du zu einer Schicht, die sich schwer und belastend anfühlt, die du aber keiner Emo-tion direkt zuordnen kannst.

Für mich fühlt sie sich an wie Nebel, zäh und nicht greifbar.

Als ich das erste Mal damit in Kontakt kam, glaubte ich, es sei eine Angst oder Schuldgefühle. Die Empfindung war ähnlich, aber dennoch anders. Bald wurde mir klar, dass dieser Zustand schon sehr lange, von mir unbemerkt, da war, und so versuchte ich herauszufinden, wann ich ihn zum ersten Mal wahrgenom-men hatte. Sofort kam große Trauer auf, die ich erst einmal durchfühlen durfte. Danach zeigten sich einige Bilder aus meiner Kindheit, und ich verstand, dass es darum ging, dass ich mit anderen Kindern verglichen wurde und dabei natür-lich schlechter abschnitt.

Ich bekam zu hören, dass meine Freundin viel bessere Schulno-ten hatte als ich, dass meine Cousine viel braver und angepass-ter wäre und der Nachbarsjunge täglich zwei Stunden sein Ins-trument für den Musikunterricht üben würde.

Die Botschaft war klar: alle waren besser als ich und mit mir war etwas nicht in Ordnung.

Diese ständigen Bewertungen machten mich traurig und un-sicher. Der Samen für diese leise Unzufriedenheit mit mir selbst war gepflanzt worden. Auch wenn ich äußerlich trotzig auf sol-che Bewertungen reagierte, begann ich irgendwann selbst da-mit, mich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Besonders in der Pubertät neigen wir dazu, unseren Körper zu bewerten und ihn mit anderen Körpern oder auch Bildern in Magazinen zu vergleichen. Wir entwickeln einen sehr kritischen Blick auf uns selbst, düngen damit den Samen unserer Unzu-friedenheit und glauben irgendwann, dass es ein normaler und natürlicher Zustand ist, sich selbst und andere zu bewerten und sich mit anderen Menschen zu vergleichen.

Von dieser Unzufriedenheit lebt unsere Konsumgesellschaft, denn nichts ist für den Kapitalismus bedrohlicher als ein zufriedener Mensch.

Dies nur am Rande, denn darauf ausführlicher einzugehen, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Ich nehme an, dass du jetzt verstehst und auch spüren kannst, welche Form vom Unzufriedenheit ich meine. Das

ist etwas, das in dich hineingepflanzt wurde und das in unserer Gesellschaft als normal angesehen wird. Es wird als normal angesehen, sich mit anderen Menschen zu vergleichen und Selbstkritik zu üben. Ich behaupte, dass Selbstkritik noch keinen Menschen weitergebracht hat und schon gar nicht zu einem zufriedenen und glücklichen Leben beiträgt.
Es kann hilfreich sein, über ein Ereignis, das nicht wunschge-mäß gelaufen ist, zu reflektieren und zu erkennen, dass eine andere Herangehensweise vielleicht dienlicher gewesen wäre. Das bedeutet für mich, aus seinen 'Fehlern' zu lernen und sich so weiterzuentwickeln.

Sich selbst aber Vorwürfe für sein Handeln zu machen und/oder sich dafür zu verurteilen, halte ich nicht für sinnvoll. Das nährt nur diese uns eingepflanzte Unzufriedenheit und führt dazu, uns selbst und auch andere Menschen immer kritischer zu be-trachten. Wir richten unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf das was NICHT in Ordnung ist und werden immer mehr davon in unserer Realität erfahren.

Bleiben wir bei diesem Verhalten, betrachten wir bald alle Lebensbereiche durch diese Brille der Unzufriedenheit und wundern uns, warum unser Leben immer grauer und freudloser wird.

Da hilft nur ein Perspektivenwechsel und ein Verständnis für unsere wahre Natur, die Freude und Liebe ist.
Erinnere dich einmal an die Zeit davor, wie du einfach nur du selbst warst, ohne Vorstellung davon, wie du sein solltest.

Ich musste da weit zurück gehen, in meine sehr frühe Kindheit, wo ich Sprache noch nicht oder nur bedingt verstand. Da gab es keine Vergleiche, ich war einfach da und drückte aus, wie sich das Leben in diesem Moment zeigte. Ich hatte noch keine Idee von 'mir' und so auch keine Bewertung über 'mich'. Da war nur Erleben, und jeder Moment war spannend, bunt und intensiv. Das Erforschen des Lebens war so interessant, und ich war voller Energie und Lebensfreude.

Genauso kann es wieder sein, wenn wir das Vergleichen und Bewerten fallen lassen, damit aufhören uns nach außen zu orientieren und stattdessen nach innen schauen, welche Qualitäten in uns angelegt sind und darauf warten, entdeckt zu werden.

Diese kindliche Freude und auch dieses tiefe Selbstverständ-nis genau richtig zu sein, sind immer noch da. Sie sind nur verschüttet unter einer mehr oder weniger dicken Schicht der Unzufriedenheit.

Wenn wir damit beginnen, uns selbst wieder mit liebevollen Augen zu betrachten, unsere Stärken zu schätzen und uns an unseren positiven Eigenschaften zu erfreuen, beginnt mit der Zeit diese Unzufriedenheit zu schmelzen wie Schnee in der Frühlingssonne und das Leben bekommt wieder mehr Farbe.

Hör' auf damit, dich mit anderen zu vergleichen und entdecke statt dessen deine Einzigartigkeit. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, und beides ist immer da, aber worauf möchte ich meine Aufmerksamkeit legen?

Versuche einmal einen Tag lang an jedem Menschen, der dir begegnet, drei positive Eigenschaften zu finden. Fühle, wie es dir dabei geht, wenn du diese Eigenschaften innerlich benennst. Du kannst in anderen Menschen nur das sehen, was auch in dir angelegt ist. Jedesmal, wenn du eine positive Eigenschaft bei jemand anderen erkennst, anerkennst du sie gleichzeitig auch in dir.

Vielleicht fühlst du dich nach diesem Tag so gut, dass du damit weitermachen willst.

Wenn dich nach einiger Zeit Menschen fragen, warum es dir so gut geht, dann teile einfach diese kleine Übung mit ihnen. Damit überschreiben wir unsere Programmierung zur Unzu-friedenheit mit Wertschätzung, Anerkennung und (Selbst-)Liebe.

Stell' dir vor, jeder (mit sich selbst) zufrieden gewordene Mensch infiziert nur 10 andere Menschen mit dem 'Zufriedenheits-Virus'. Glaubst du, dass das an dem Umgang mit uns selbst, unseren Mitmenschen und der Erde etwas verändern würde? Wir selbst fühlen uns wohler, sind glücklicher und teilen einfach unsere Erfahrung mit anderen Menschen.

Im Laufe der Zeit wird diese kollektive Programmierung zur Selbstkritik und Unzufriedenheit durch ein positives Selbstbild ersetzt, das dann an unsere Kinder weitergegeben wird. Auf
diese Weise kann sich die Gesellschaft innerhalb sehr kurzer Zeit wandeln, und das ist es, was viele als das 'Goldene Zeitalter' bezeichnen. Wenn immer mehr Menschen ihre eigenen Pro-grammierungen verändern und ihre Erkenntnisse mit anderen teilen, erblüht in ein paar Jahrzehnten ein neuer Zeitgeist, wie
meine schöne Amaryllis, die mir zu den Feiertagen viel Freude bereitet hat. Ich hoffe, sie erfreut auch dich mit ihrer einzigarti-gen Schönheit.

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