Das stille Glück der Gegenwart

Vor ein paar Tagen habe ich einen sehr guten Beitrag über das Thema Zeit gehört. Dass es die Zeit, so wie wir sie uns vor-stellen, nicht wirklich gibt und dass Vergangenheit und Zukunft nur mentale Konstrukte in unserem Kopf sind. Die Vergangen-heit existiert nicht mehr, und, egal ob du gute oder schlechte
Erinnerungen daran hast, es sind nur Bilder oder Gedanken in deinem Kopf, die nichts mit dem gegenwärtigen Moment zu tun haben. Die Zukunft ist noch nicht da und niemand weiß genau, wie sich das Leben entwickeln wird.

 

Du kannst mentale Konstrukte erschaffen, wie es vielleicht sein könnte, ob eine Sache gut oder schlecht laufen wird und dich in diesen Gedankenspiralen verlieren, aber auch das sind nur Vor-stellungen in deinem Kopf. Vorstellungen, die dich daran hindern, wirklich zu leben und das Leben in diesem Augenblick mit allen Sinnen zu spüren und bewusst wahrzunehmen.

 

Sind wir sehr oft mit Vergangenheit und Zukunft beschäftigt, kommt es uns auch vor, dass die Zeit immer schneller ver-geht. Das liegt daran, dass das Leben geschieht ohne dass wir wirklich anwesend sind. Wir nehmen dann nicht wahr, was sich gerade jetzt ereignet. Unser Körper ist zwar da, aber wir bewohnen ihn nicht, sondern hängen in unseren Gedanken fest, die von einer Sache zur nächsten springen und überall sind, nur nicht im gegenwärtigen Augenblick.

Heute Morgen war ich, wie so oft, mit dem Rad unterwegs. Mein Weg führte mich zu den Teichwiesen, einem Naherho-lungsgebiet, nicht weit von meiner Wohnung entfernt.

Die Sonne war gerade aufgegangen und die Felder und Wiesen verströmten den typischen Sommerduft mit einem Hauch von Erdbeeren und Kamille. Der Fahrtwind fühlte sich angenehm kühl auf meiner Haut an und das Gezwitscher der Vögel be-gleitete mich bis zu meiner Lieblingsbank auf einer Anhöhe,
umgeben von Kirschbäumen und Hollerstauden. Ich setzte mich auf die Bank und betrachtete die Landschaft im warmen Morgenlicht. Am Himmel zogen die Schwalben ihre Bahnen und um mich herum tanzten Schmetterlinge durch die bunte Sommerwiese.

Nach ein paar Minuten spürte ich, wie es immer stiller in mir wurde. Die letzten Gedanken kamen zur Ruhe und da war nur noch dieses Schauen und Staunen, die reine Betrachtung und das Eintauchen in den gegenwärtigen Moment.

Die Zeit schien stillzustehen, dafür öffnete sich ein unend-licher Raum in mir und ich fühlte eine grundlose Freude, den Fluss der Lebensenergie in meinem Körper und das stille Glück des gegenwärtigen Moments.

Dieses Glück ist uns immer zugänglich, es wartet nur einen Atemzug entfernt auf uns, dass wir ganz in den gegenwärti-gen Moment eintauchen.

Unser Verstand redet uns ständig ein, dass das Glück in der Zukunft zu finden sei. Wenn wir erst dieses bestimmte Ziel erreicht haben, mit diesem bestimmten Menschen zusammen sind oder uns diesen lange gehägten Wunsch erfüllt haben, dann - ja, dann werden wir endlich glücklich sein.


Wie jedes Jahr zu dieser Zeit rollt die Blechkarawane Richtung Süden in den wohlverdienten Urlaub. Die Erwartungen sind enorm, dort wird alles besser, schöner und großartiger sein als zu Hause und in diesem gegenwärtigen Moment.

Ich weiß wovon ich rede, ich habe dieses Spiel auch eine Zeit lang mitgespielt und habe voriges Jahr auch einen Beitrag über Erwartungen und Enttäuschungen verfasst :-).

Die simple Erkenntnis aus diesem Spiel war, dass ich zwar den Ort wechseln aber nicht von mir selbst Urlaub nehmen kann. Wohin ich auch fahre (und ich bin viel und weit gereist), mich selbst und meine unerlösten Emotionen und Themen nehme ich überall hin mit. Ich kann mich in einer anderen Umgebung mit neuen Eindrücken kurzfristig davon ablenken, aber nach ein paar Tagen wird auch das Neue vertraut und die verdrängten Energien kommen wieder an die Oberfläche.

Bitte nicht falsch verstehen, ich fahre immer noch gerne in den Urlaub und finde es schön, neue Plätze und Orte kennenzu-lernen. Wie sich ein Urlaub gestaltet, hängt, meiner Ansicht nach, aber viel von der inneren Einstellung ab.

Will ich einem unerfreulichen Zustand im Hier und Jetzt ent-kommen, ist es eher eine Flucht, oder bin ich glücklich und will mich durch neue Eindrücke zusätzlich bereichern lassen?

Ist ersteres der Fall, lohnt es sich die Zeit zu nehmen und be-wusst auf die Umstände zu schauen, die mich daran hindern, auch hier in meinem täglichen Leben glücklich und entspannt zu sein.

Finde ich die störenden Einflüsse, habe ich immer drei Möglichkeiten: Ich kann die Situation verlassen, ich kann sie verändern oder, wenn beides nicht möglich ist, einen Weg finden sie zu akzeptieren.

Wie immer kann es hilfreich sein, sich (dem Leben) Fragen zu stellen und sich so für neue Möglichkeiten zu öffnen, anstatt in alten Mustern und Gewohnheiten zu verharren.

 

Das stille Glück der Gegenwart ist nicht von einem bestimm-ten Ort im Außen abhängig, sondern immer nur von meiner grundsätzlichen Einstellung zu mir und dem Leben. Es zeigt sich dann, sobald es still im Kopf wird, wenn die Gedanken zur Ruhe kommen und wir ganz in den gegenwärtigen Moment eintauchen.

Jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift vom Thema Zeit, aber es war eben stimmig so. Wie bereits gesagt, die Zeit gibt es nicht, es gibt nur eine Messeinheit, wie Wochen, Tage, Stunden etc., auf die wir uns geeinigt haben, um ein gesellschaftliches Leben möglich zu machen. Wir können diese Einigung nutzen, um Verabredungen zu treffen, Termine einzuhalten und einen gemeinsamen Nenner für unsere Gespräche zu haben.

 

Genaugenommen gibt es nicht einmal die Gegenwart, denn in dem Moment, in dem du diese Zeilen liest, ist sie auch schon Vergangenheit. Der gegenwärtige Moment ist auch der ein-zige Bezugspunkt, von dem aus du handlungsfähig bist. Du kannst weder in der Vergangenheit noch in der imaginären Zukunft etwas verändern - es gibt nur das ewige Jetzt. In diesem Jetzt kannst du eine Handlung setzen, die Auswirkungen davon gestalten deine Zukunft (nicht das, was du dir vorstellst oder wünschst). Daher freue ich mich immer, wenn ich spüre, dass ich ganz da bin, ganz in meinem Körper verankert im gegen-wärtigen Moment.

 

Es gibt Orte, die es einem erleichtern, in diesen Zustand ein-zutauchen. Die Natur lädt uns ein, still zu werden und zu lauschen, deshalb bin ich so gerne an schönen Orten in der Umgebung oder auch anderswo.
Die Fotos im heutigen Beitrag stammen von meinem letzten Aufenthalt am Neusiedler See im Burgenland Ende Juni.

Mögen sie dir ein Gefühl dafür vermitteln, wie es sich anfühlt, das stille Glück der Gegenwart zu genießen. Ich wünsche dir einen wunder-vollen Sommer voller bewusst erlebter Momente.

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