Freundschaft mit Vergänglichkeit schließen

ei uns beginnt so richtig der Frühling, die ersten Schnee-glöckchen und Primeln sind schon da, und zu mir kommt das Thema Vergänglichkeit für diesen Beitrag.
"Interessant", dachte ich mir und im nächsten Moment war auch schon die Erklärung dafür da.

Viele Menschen haben eine große Scheu davor und einen immensen Widerstand gegen diese Vergänglichkeit, diese End-lichkeit von allem Irdischen. Das beginnt bei Kleinigkeiten, der Wehmut, wenn der schöne Urlaub zu Ende geht, reicht über größere Veränderungen, wie z. B. eine Trennung oder der Ver-lust des Arbeitsplatzes, bis hin zu großen Einschnitten im Leben, wenn ein geliebter Mensch stirbt oder die eigene End-lichkeit, vielleicht wegen einer Krankheit, realisiert wird.

Diese und ähnliche Umstände verbinden die meisten Menschen mit dem Begriff Vergänglichkeit und möchten die damit einher-gehenden Emotionen so weit wie möglich von sich fernhalten. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.

Ohne dass etwas endet, gäbe es keinen Neuanfang, und es ist immer eine Frage der Perspektive, mit der auf eine Sache ge-schaut wird, ob wir (nur) das Drama sehen oder auch die Chancen und Möglichkeiten, die eine Veränderung mit sich bringt.

Ich glaube, dass nur ein Mensch, der sich der Vergänglichkeit von allen Irdischen wirklich bewusst ist und sie nicht in den Schatten drängt, das Leben aus tiefsten Herzen lieben und bis zu Neige auskosten, sich auf jede Erfahrung einlassen, die volle Palette der möglichen Emotionen erfahren und ein er-fülltes Leben leben kann.

Freude wird umso intensiver gefühlt, wenn dir bewusst ist, dass sie auch wieder vergehen wird, und Trauer kann dich niemals auf ungesunde Weise lähmen und in einem dunklen Loch ver-sinken lassen, wenn du weißt, dass auch sie vergänglich ist. Denke doch einmal an den ersten Liebeskummer, den du hattest. Ich dachte damals, die ganze Welt versinkt in Traurig-keit und dass ich nie wieder glücklich sein würde. Nach einer Woche sah das schon etwas anders aus, und nach einer weiteren Woche konnte ich wieder lachen und mich an den schönen Dingen des Lebens freuen.

 

Vergänglichkeit ist nicht unser Feind, sondern ein natürlicher Bestandteil dieses Lebens.

Ein Bestandteil, den wir erst zu schätzen lernen, wenn wir das Augenmerk auf seine positive Seite legen.

Wenn eine Krankheit zu uns kommt, können wir davon aus-gehen, dass sie auch wieder vergehen wird, sobald wir ihre Bot-schaft erkannt haben. Verlieren wir den Arbeitsplatz, haben wir die Chance, unsere berufliche Laufbahn zu reflektieren und genau hinzuspüren, ob wir uns vielleicht in eine andere Rich-tung weiterentwickeln wollen. Geht eine Beziehung zu Ende, hat sie ihren Sinn erfüllt und etwas Neues kann in unser Leben kommen.

Das alles habe ich selbst erlebt und es hat meine Beziehung zur Vergänglichkeit sehr verändert. Seither lebe ich noch intensiver, genieße all das Schöne mit allen Sinnen, wie jetzt den Frühling mit all seinen Farben und Düften. Ich nehme mir Zeit dafür hinauszugehen, um die Sonne zu genießen und das Wunder der Natur zu bestaunen. Der Hausputz kann auch danach noch gemacht werden. Ich weiß nicht wie oft ich das noch erleben darf und du auch nicht.

Nur ist dir das ebenso bewusst?

Oder schiebst du den Gedanken an deine Endlichkeit lieber weit weg, weil er dir Angst macht?

Dann fühle diese Angst. Sie ist der Schlüssel zu einem Leben der Freude, der Fülle und der Dankbarkeit. Sie hilft dir dabei, deine Prioritäten zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern. Vielleicht willst du mehr Zeit mit geliebten Menschen verbrin-gen als Überstunden zu machen, um die Karriereleiter hinauf-zuklettern. Oder du machst deinen Traumurlaub in diesem Jahr, anstatt damit auf die Pension/Rente zu warten.

 

Das Bewusstsein über deine Vergänglichkeit bringt dich ins Hier und Jetzt, genau dahin, wo sich dein Leben wirklich abspielt. Alles andere ist nur eine Illusion, die möglicherweise nie eintreten wird. Dieses Gewahrsein der Vergänglichkeit lädt dich dazu ein, jeden Moment zum besten deines Lebens zu machen, als ob es dein letzter wäre. Dann bist du wirklich da und präsent bei dem was du tust.

Deine Begegnungen mit anderen Menschen bekommen eine neue Tiefe und Klarheit, weil nur jetzt dieser Moment zählt.

Du willst nicht mehr unbedingt Recht haben, sondern eine gute Zeit verbringen und das Leben feiern.

Gelassenheit breitet sich aus und du bleibst bei dir in deiner
Mitte.

In jedem Anfang liegt auch schon das Ende drinnen.

Damit, dass du geboren wurdest, hast du auch deinen Tod, das Ende deines physischen Körpers, akzeptiert. Aber wie du die Zeitspanne, die dazwischen liegt, erlebst, hängt viel davon ab, ob du dir dieser Tatsache bewusst bist. Ich kokettiere gerne mal mit der Vergänglichkeit bei kleinen Dingen. Wie fühlt sich der erste Urlaubstag an, wie die Mitte des Urlaubs und wie der letzte Tag? Dann fühle ich ganz bewusst diese leise Melancholie und Wehmut und lasse mich auf diese Gefühle ein. Oder Ende August, wenn es langsam Herbst wird und ein schöner, langer Sommer zu Ende geht. Wenn eine Beziehung, egal welcher Art, endet, spüre ich die Trauer und gleichzeitig die Dankbarkeit für das was war.

Wenn wir uns diesen Gefühlen behutsam und mit Achtsamkeit immer wieder mal annähern, können wir uns mit ihnen an-freunden und kennen sie schon, wenn eine größere Verände-rung in unserem Leben ansteht.
Wir verlieren die Angst vor ihnen und bauen unseren Wider-stand dagegen Schritt für Schritt ab.

Gerade jetzt im Frühling sehen wir diesen wunderbaren Neu-beginn in der Natur, der nur stattfinden kann, weil das Alte zuvor vergangen ist. Auch in unserem Leben wollen alte Ge-wohnheiten, Ansichten und Vorstellungen sterben, damit Neues entstehen und Entwicklung stattfinden kann.

Je leichter es uns fällt, uns auf solche Veränderungen einzulas-sen, desto harmonischer und erfüllter wird unser Leben. Nur das Festhaltenwollen an Umständen oder Menschen, die sich aus unserem Leben verabschieden, erzeugt Schmerz, nicht der Wandel selbst.

In der Natur entsteht und vergeht alles zu seiner Zeit, und so auch in unserem Leben.
Nur unser Ego hat eine Bewertung darüber und versucht daran festzuhalten. Wenn wir vertrauensvoll mit dem Leben fließen, können auch Abschiede etwas Schönes und Nährendes beinhal-ten und bewusst durchlebt werden. Dann fühlen wir in unserer Trauer und unserem Schmerz auch die Kraft eines Neubeginns.

 

So ende ich heute mit zwei Zeilen aus dem philosophischen Gedicht 'Stufen' von Hermann Hesse:

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."

Achtung! Da ich zur Zeit an einem neuen Projekt arbeite, erscheint der Newsletter ab März bis auf weiteres alle 14 Tage!

Möchtest Du Dein So-Sein auf ganz anderer Ebene erleben und Dir Deiner Rollen, Masken, Glaubenssätze und Muster bewusst werden? Hast Du Lust auf die einzigartige Reise zu Dir selbst?
Dann lass Dir das nicht entgehen:
Vom 3. – 13. März 2019 zeigt das Online-Celebrate Being – Festival noch einmal alle Interviews des Beziehung statt Erziehung-Kongresses 2016 und des Kinder sind Frieden-Symposiums 2017, um davon ausgehend LIVE in die Tiefe zu gehen! 50 Experten teilen in beiden Kongressen Ihre wertvollsten Erfahrungen und Ihr zukunftsweisendes Wissen rund um Beziehung statt Erziehung, den Frieden mit dem äußeren und unseren inneren Kindern, Selbstliebe und -heilung mit Dir. Du hast die Chance, Dich kostenfrei auf eine unvergessliche Reise zu Dir selbst zu machen!


Die zentralen Fragen des celebrate being – Festivals sind:

  • Wie kann ich in authentische Beziehung zu mir selbst gehen?
  • Wie begegne ich meinem Umfeld bedingungslos – von Mensch zu Mensch?
  • Wie finde ich inneren Frieden?
  • Welche Bedeutung hat meine Geschichte – insbesondere meine Kindheit – für mein heutiges Dasein?
  • Was bedeutet es, Mensch zu sein?
  • Wie kann ich ein radikal ehrliches Leben in wahrhaftiger Dankbarkeit führen?

Melde Dich jetzt kostenlos mit einem Klick auf das Kongressbild unten an und hol Dir gleich Dein Geschenk ab:

Und wenn du endlich mehr Freiheit, Freude und Leichtigkeit mit dem Essen haben möchtest, dann komm in meine "Seelengenährt-Lichtnahrungsbegleitung"!

  • Willst auch du raus aus der Abhängigkeit essen zu müssen?
  • Willst du mit Leichtigkeit Essen genießen, wenn du gerade Lust dazu hast?
  • Spürst du, dass für deinen Körper zu viel Essen eine Belastung ist und er mit Beschwerden darauf reagiert?
  • Sehnst du dich nach Wahlfreiheit, mehr Leichtigkeit, Vitalität und Energie ohne Ende?

Dann bist du hier genau richtig! Du lernst, wie du mit viel weniger Essen auskommst, mehr Energie hast und deinem Körper mit einfachen Übungen hilfst, sich immer mehr an die kosmische Nahrungsquelle anzuschließen.

Auch als exklusives Einzelcoaching buchbar!

Der nächste Gruppenkurs findet vom 22. März bis 3. Mai 2019 statt. Hier findest du das Kursprogramm. Ich freu mich auf dich!