Die Kunst der Unterscheidung

Vor ein paar Tagen ist mir wieder einmal das großartige Werk "Einweihung" von Elisabeth Haich in die Hände gefallen. Es war eines der ersten Bücher, die ich gelesen habe, als mein Interesse an spirituellen Themen erwachte. Damals habe ich es wie gebannt in wenigen Tagen verschlungen und das Kapitel der 12 Zwillingseigenschaften hat mich am meisten fasziniert. Dabei geht es einerseits darum, die goldene Mitte innerhalb einer Eigenschaft zu finden, andererseits zeigt es auch auf, dass die größte Tugend, zur falschen Zeit eingesetzt, sehr schnell zur Untugend werden kann. Zitat: "Denn Gott schafft nur Gutes, Schönes und Wahres. Es gibt keine schlechten Eigenschaften und keine schlechten Kräfte, es gibt nur schlecht angewendete Eigenschaften und schlecht angewendete Kräfte."

Meine Gedanken zu diesem Thema möchte ich heute mit dir teilen.

Falls du das Buch bzw. dieses Kapitel nicht kennst, kannst du dir hier eine Lesung anhören:

Diese zeitlosen Wahrheiten faszinieren mich immer wieder. Wie schnell urteilen wir über bestimmte Eigenschaften und bewerten sie als "gut" oder "schlecht".
Ich habe mir über die Eigenschaft Mut, die für die meisten Menschen doch eine gute und erstrebenswerte Eigenschaft ist, Gedanken gemacht: wie leicht wir doch manipulierbar werden, wenn wir zu sehr danach streben. Fühl bitte einmal in dich hinein und überlege dir, wozu du Mut brauchst: oberflächlich betrachtet könnte man sagen: um dich zu überwinden, vielleicht um etwas zu tun, wovor du Angst hast, oder um etwas zu tun, was du eigentlich nicht tun willst.
Das stimmt auch so, aber es könnte sich auch lohnen, einmal die Angst oder deinen Widerwillen anzuschauen und zu prüfen, ob diese Gefühle nicht auch eine Berechtigung haben, anstatt nur hinderlich zu sein.

Denk bitte an eine Situation in deinem Leben, in der du unbe-dingt eine spezielle Erfahrung machen wolltest, eine Erfah-rung, von der du fasziniert warst, die du unbedingt erleben wolltest: vielleicht Fallschirmspringen oder Bungee-Jumpen. Oder du wolltest als Kind erleben, wie es ist, durch die Luft zu
fliegen und bist vom 5-Meter-Turm im Schwimmbad gesprun-gen. Brauchtest du dafür besonders viel Mut?

Für mich ist es so, dass, wenn es mich zu einer Erfahrung wirk-lich hinzieht, wenn ich sie wirklich erleben will, dann kann da eine gewisse Unsicherheit sein, eine Art Lampenfieber, aber der Sog hin zu dem Erleben ist stärker. Es braucht also nicht viel Mut.

Anders ist es, wenn du eine Erfahrung suchst, die nicht mit dir, deiner Natur und deinem Herzen im Einklang ist, wenn du etwas tun willst oder tun sollst, von dem du innerlich weißt, dass es nicht gut für dich oder nicht richtig ist.

Dann hast du Angst und ein sehr ungutes Gefühl dazu, das in diesem Fall aber durchaus berechtigt ist. Da gibt es keinen Sog hin, diese Erfahrung machen zu wollen und es braucht Mut, es dann doch zu tun.

 

Warum, glaubst du, wird im Krieg Mut zu der höchsten Tu-gend ausgerufen? Weil kein normal empfindender Mensch gerne andere Menschen tötet. Es ist gegen seine wahre Natur und widerspricht seiner innersten Wahrheit. Also braucht es Mut, sich dazu zu überwinden, und Angst vor den Folgen, wenn es verweigert wird.

In solchen Ausnahmesituationen sind Menschen leicht manipu-lierbar, wenn sie innerlich nicht sehr gefestigt sind. Der Wunsch nach Anerkennung sitzt in uns allen tief drinnen, und das macht uns empfänglich für Manipulation. Die Aussicht, ein gefeierter Kriegsheld zu sein, lässt wohl so manchen Menschen seinen ganzen Mut zusammennehmen und Befehle ausführen, die sich gegen seine innerste Wahrheit richten.

 

Verherrlichen wir eine bestimmte Tugend zu sehr, kann diese schnell zur Untugend werden.

Wenn du aber einen Bergretter fragst, ob er besonders viel Mut gebraucht hat, um bei Nacht und Nebel auszurücken und einem Menschen das Leben zu retten, wird er etwas antworten, wie "Er habe nur seine Pflicht getan", auch wenn es eine sehr mutige Handlung war.


Keine Eigenschaft ist an sich gut oder schlecht. Es kommt, wie bei allen Dingen im Leben, darauf an, in welchem Kontext wir sie leben. Da ist Achtsamkeit gefragt und unsere Bereitschaft nach innen zu horchen und zu erfühlen, was für diesen Moment, für diese Situation, stimmig ist.

Manchmal ist es weise zu schweigen, um einen sinnlosen Streit zu vermeiden. In einer anderen Situation kann dieses Schwei-gen und Weggschauen die Billigung einer verantwortungslosen
Tat sein.

Das Leben IST ... weder gut noch schlecht. Wir entscheiden mit unseren Handlungen und unserem Unterscheidungsvermögen, wie es sich entfaltet. Da im Grunde alles Liebe ist, liegt es an uns, sie in unserem Leben zu verwirklichen und zum Aus-druck zu bringen, indem wir weise Entscheidungen treffen.

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