Wie siehst du die Welt? - Teil 2

Letzte Woche war ich in Kroatien und habe eine wunder-schöne Zeit am Meer verbracht. Ich konnte die Sonne, den schönen Garten und die vielen Annehmlichkeiten meines Hotels so richtig genießen. Ich hatte auch Zeit für mich und meine inneren Prozesse.

 

So wie ich es wahrnehme, haben wir zur Sonnenwende hin die Talsohle des tiefen, dunklen Tales unserer Transformation durchwandert, um jetzt langsam wieder nach oben in Richtung Licht und Leichtigkeit zu streben. Die kommende Portaltag-serie vom 3. bis 12. Juli lädt uns ein, neue Wege einzuschlagen und alte, undienliche Gewohnheiten in Liebe und Dankbarkeit zu verabschieden. Sie haben uns bisher gedient, aber jetzt brau-chen wir sie nicht mehr und sind bereit, unsere Kreativität und Schöpferkraft in konstruktive Bahnen zu lenken.

Heute möchte ich an den letzten Beitrag anschließen und eine meiner Lieblingsgeschichten mit dir teilen. Es geht darum, wie schnell wir mit unseren Bewertungen Situationen interpretieren anstatt einfach wahrzunehmen, was sich zeigt. Nicht die äußeren Umstände, sondern unsere Bewertung davon, bestimmt, wie wir uns fühlen und wie wir eine bestimmte Situation erleben.

 

Wie siehst du die Welt?

Glück oder Unglück, wer weiß das schon?

Eine alte Parabel aus China:

Im alten China lebte einst ein armer alter Bauer, dessen einziger Besitz ein wundervoller weißer Hengst war. Selbst der Kaiser träumte davon, dieses Pferd zu besitzen. Er bot dem Alten Säcke voller Gold und Diamanten an, doch der Alte schüttelte beharrlich den Kopf und sagte: "Mir fehlt es an nichts. Der Schimmel dient mir seit vielen Jahren und ist mir zum Freund geworden. Und einen Freund verkauft man nicht; nicht für alles Geld der Welt." Und so zogen die Gesandten des Kaisers unver-richteter Dinge wieder ab. Die Dorfbewohner lachten über so-viel Unvernunft. Wie konnte der Alte bloß wegen eines Pferdes soviel Reichtum und Glück ausschlagen?

 

Eines Morgens war das Pferd verschwunden. Die Dorfbewohner liefen aufgeregt vor dem leeren Stall zusammen, um das Un-glück des alten Bauern zu beklagen. "Sag selbst, Alter, hat sich deine Treue gelohnt? Du könntest ein reicher Mann sein, wenn du nicht so eigensinnig gewesen wärst. Jetzt bist du ärmer als zuvor. Kein Pferd zum Arbeiten und kein Gold zum Leben. Ach, das Unglück hat dich schwer getroffen." Der alte Bauer blickte
bedächtig in die Runde, nickte nachdenklich und sagte: "Was redet ihr da? Das Pferd steht nicht mehr im Stall, das ist alles, was ich sehe. Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon so genau?" Tuschelnd gingen die Leute auseinander. Der Alte musste durch den Schaden wirr im Kopf geworden sein. Anders ließen sich seine Worte nicht er-klären.

Einige Tage später, es war ein warmer, sonniger Frühlingstag und das halbe Dorf arbeitete in den Feldern, stürmte der ver-misste Schimmel laut wiehernd die Dorfstraße entlang. Die Sonne glänzte auf seinem Fell und Mähne und Schweif flatter-ten wie feinste Silberfäden im Wind. Es war ein herrlicher Anblick, wie er voller Kraft und Anmut dahergaloppierte. Doch das war es nicht allein, was die Dörfler erstaunt die Augen auf-reißen ließ. Noch mehr Staunen riefen die sechs wilden Stuten hervor, die hinter dem Hengst hertrabten und ihm in die offene Koppel neben dem leeren Stall folgten. "Oh du glücklicher, von den Göttern gesegneter Mann! Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch zum reichen Mann geworden. Bald wird Nach-wuchs deine Weiden füllen. Wer hätte gedacht, dass dir noch einmal soviel Glück beschieden wäre?" riefen sie, während sie dem alten Mann zu seinem unverhofften Reichtum gratulierten.

 

Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und erwider-te: "Ihr geht zu weit. Sagt einfach: Jetzt hat er sieben Pferde. Ob das Glück bringt oder Unglück, niemand weiß es zu sagen. Wir sehen immer nur Bruchstücke, wie will man da das Ganze beurteilen. Das Leben ist so unendlich vielfältig und überraschend."
Verständnislos hörten ihm die Leute zu. Die Gelassenheit des Alten war einfach unbegreiflich. Andererseits war er schon im-mer etwas komisch gewesen. Na ja, sie hatten andere Sorgen.

Der alte Bauer hatte einen einzigen Sohn. In den folgenden Wochen begann er die Wildpferde zu zähmen und einzureiten. Er war ein ungeduldiger, junger Mann, und so setzte er sich zu früh auf eine der wilden Stuten. Dabei stürzte er so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine brach. Obwohl die Heilerin ihr Bestes tat, war allen klar, dass seine Beine nie wieder ganz gesund werden würden. Für den Rest seines Lebens würde er ein hinkender, behinderter Mann bleiben.

 

Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten. "Oh du armer, alter Mann!" jammerten sie, "nun entpuppt sich dein Glück als großes Unglück. Dein einziger Sohn, die Stütze deines Alters, ist nun ein hilfloser Krüppel und kann dir keine Hilfe mehr sein. Wer wird dich ernähren und die Arbeit tun, wenn du keine Kraft mehr hast? Wie hart muss dir das Schicksal erscheinen, das dir solches Unglück beschert."

 

Wieder schaute der Alte in die Runde und antwortete: "Ihr seid vom Urteilen besessen und malt die Welt entweder schwarz oder weiß. Habt ihr noch immer nicht begriffen, dass wir nur Bruch-stücke des Lebens wahrnehmen. Das Leben zeigt sich uns nur in winzigen Ausschnitten, doch ihr tut, als könntet ihr das Ganze beurteilen. Tatsache ist, mein Sohn hat beide Beine gebrochen und wird nie wieder so laufen können wie vorher. Lasst es damit genug sein. Glück oder Unglück, wer weiß das schon."

Nicht lange danach, rüstete der Kaiser zum großen Krieg gegen ein Nachbarland. Die Häscher ritten durchs Land und zogen die Väter und Söhne zu Kriegsdiensten ein. Das ganze Dorf war von Wehklagen und Trauer erfüllt, denn alle wussten, dass die mei-sten Männer aus diesem blutigen und aussichtslosen Krieg nicht mehr heimkehren würden.

 

Wieder einmal liefen die Dorfbewohner vor dem Haus des alten Bauern zusammen: "Wie recht du doch hattest. Jetzt bringt dein
verkrüppelter Sohn dir doch noch Glück. Zwar wird er dir keine große Hilfe mehr sein können, aber wenigstens bleibt er bei dir. Wir sehen unsere Lieben bestimmt nie wieder, wenn sie erst einmal in den Krieg gezogen sind. Dein Sohn aber wird bei dir sein und mit der Zeit auch wieder mithelfen können. Wie konnte nur ein solches Unglück über uns kommen? Was sollen wir nur tun?"

 

Der Alte schaute nachdenklich in die Gesichter der verstörten Leute, dann erwiderte er: "Könnte ich euch nur helfen, weiter und tiefer zu sehen, als ihr es bisher vermögt. Wie durch ein Schlüsselloch betrachtet ihr das Leben, und doch glaubt ihr, das Ganze zu sehen. Niemand von uns weiß, wie sich das große Bild zusammensetzt. Was eben noch ein großes Unglück scheint, mag sich im nächsten Moment als Glück erweisen. Anderer-seits erweist sich scheinbares Unglück auf längere Sicht oft als Glück, und umgekehrt gilt das gleiche. Sagt einfach: Unsere Männer ziehen in den Krieg, und dein Sohn bleibt zu Hause. Was daraus wird, weiß keiner von uns. Und jetzt geht nach Hause und teilt die Zeit miteinander, die euch bleibt."

Vielleicht erinnert dich diese Geschichte an eine unglückliche Erfahrung in deinem Leben, die sich im Nachhinein als Glücks-fall erwiesen hat.

 

So wie ich das Leben wahrnehme, bin ich der tiefen Überzeu-gung, dass die Schöpfung im Prinzip gut ist und dass aus dem größten Unglück wieder etwas Neues und Gutes entste-hen kann. Die einzige Sicherheit, die es gibt, ist, im Hier und Jetzt zu leben und sich nicht zu viele Gedanken über die Vergangen-heit oder die Zukunft zu machen.

 

Wenn wir mit dem Leben (= mit uns selbst) in Resonanz sind, zeigt sich immer der nächste Schritt der ansteht. Darauf zu vertrauen ermöglicht uns, mehr Freude und Leichtigkeit im Leben zu erfahren und die Welt aus einer gelassenen inneren Haltung zu betrachten. Wenn wir uns, dem Leben, vertrauen,
öffnet diese innere Gelassenheit die Tür zu neuen Möglichkei-ten und wir sehen Lösungen, die wir vorher nicht wahrnehmen konnten.

 

Wenn du eine halbwegs stabile Grundschwingung hast, wirst du immer öfter das Gute und Schöne im Leben sehen und damit deine Resonanz damit verstärken.

Mach es wie Pippi Langstrumpf und mach dir die Welt, wie sie dir gefällt. Dazu ist es sehr hilfreich, alte undienliche Programmierungen loszulassen und so Platz für neue Erfah-rungen zu schaffen.

Die Arbeit von Andreas Goldemann kann dich dabei wunderbar unterstützen. Andreas ist ein "medizinisch Intuitiver", der über Stimme und Bewegung belastende Emotionen aus dem Körper und dem Energiefeld lösen kann. Die Veränderungen sind im Körper und auch emotional sofort spürbar, der Körper ent-spannt sich und innere Ruhe breitet sich aus.

Hier hast du die Möglichkeit 2 Sessions von Andreas' Kurs "Zurück zum Ursprung" gratis anzuschauen und selbst sofortige Veränderungen zu erfahren. Ich kann Andreas' Arbeit von Herzen empfehlen.