Bedingungslos lieben

Heute möchte ich ein paar Gedanken über die bedingungslose Liebe mit dir teilen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir in unserer menschlichen Verkörperung überhaupt in der Lage sind, wirk-lich vollkommen bedingungslos zu lieben. Ich glaube aber, dass wir immer wieder mit dieser Qualität in Berührung kommen können, um uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind.

 

So wie ich es wahrnehme, sind das Momente, in denen wir in unser wahres Sein eintauchen, jenseits der Gedanken und Bewertungen des Verstandes - als ob uns etwas kurz aus dem normalen Alltagsbewusstsein herausholt und in eine Dimension außerhalb von Zeit und Raum entführt, die unsere wahre Heimat ist. Dort können wir dann verweilen und erfahren, wie sich das Leben auf einer anderen Ebene anfühlt, die nicht von Konzepten, Vorstellungen und Bewertungen geprägt ist.

 

Diese Momente sind kostbar und ereignen sich meistens spon-tan, wenn sie gar nicht erwartet werden. Geschehen sie aber,
hinterlassen sie Spuren und meistens ist das Ergebnis davon eine vertrauensvollere Hinwendung zum Leben und eine Öff-nung auf einer sehr tiefen Ebene.

Was ist bedingungslose Liebe?

 

Es ist schwer, das in Worte zu fassen, aber ich möchte es den-noch einmal versuchen. Bedingungslose Liebe ist für mich eine Liebe, die freigibt, die an keinem Ergebnis anhaftet und die auch nicht den Anspruch darauf hat, dass sie erwidert wird.

 

Franz von Assisi formulierte so schön:

"Ich wünsche mir nicht mehr, verstanden zu werden, ich möchte verstehen. Und ich sehne mich nicht mehr danach, geliebt zu werden, ich möchte lieben."

 

Vielleicht ist es bedingunglose Liebe, wenn du auf alles, was dir begegnet, mit Liebe antworten kannst. Wenn du komplett frei bist von irgendeiner Bewertung und in allem nur die Voll-kommenheit des Lebens siehst. Frei von Anhaftung an ein bestimmtes Ergebnis, frei von Erwartungen und somit frei von Leid. Ich persönlich kenne keinen Menschen, der dauerhaft in diesem Zustand verweilt. Zu sehr sind wir von den Ansichten und Bewertungen in unserem Verstand geprägt. Wir dürfen aber immer wieder mal hinspüren und eine Ahnung davon bekommen, wie sich das Leben jenseits von Drama und Illusion anfühlt.

So wie ich es wahrnehme, ist die Angst vor der vermeint-lichen Endlichkeit, vor dem Tod, das größte Hindernis dabei, öfters in diese Wahrnehmung einzutauchen. Während Buddhisten und Naturvölker sich auf den Tod vorbereiten und ihn als nächstes großes Abenteuer ansehen, wird er in unserer Gesell-schaft tabuisiert und ausgeblendet. Frei nach dem Motto: "Leben ist gut - Tod ist schlecht und muss daher so lange wie nur möglich vermieden werden." Wie wäre es sonst zu erklären, dass in unseren Krankenhäusern leidende Menschen mit Maschinen künstlich am Leben gehalten werden, wo keine Hoffnung auf Besserung mehr besteht? Oder dass mit Bestür-zung und Betroffenheit darauf reagiert wird, wenn ein (alter oder kranker) Mensch den Wunsch äußert, sterben zu wollen? Vielleicht ein Mensch, den du liebst, den du nicht verlieren willst?

Was macht das mit dir?

Was fühlst du, wenn du das liest?

Ist nicht so angenehm, oder?

 

Vor einiger Zeit hatte ich ein Erlebnis, das mir meine Bewer-tung von gut und schlecht, richtig und falsch sehr deutlich vor Augen geführt hat. Es hat mir aber auch gezeigt, wie es ein könnte, wenn ich diese Bewertungen nicht hätte. Wenn ich darauf vertrauen könnte, dass immer das Beste geschieht und wenn ich keine Ansicht darüber hätte, was das Beste ist.

Mein Mann und ich saßen in einem Kaffehaus und unterhielten uns, als eine kleine Biene auf dem Holztisch zwischen unseren Tassen landete. Ich mag Bienen sehr gerne und freute mich über den kleinen, pelzigen Gast. Wir unterbrachen unser Gespräch und beobachteten die Biene, die sich hektisch zu putzen begann. Mir wurde klar, dass mit ihr etwas nicht in Ordnung war, denn sie taumelte orientierungslos auf dem Tisch herum und zeigte Anzeichen von Vergiftungserscheinungen, die ich schon einige Male bei Insekten, die mit chemischen Spritz-mitteln in Berührung gekommen sind, beobachtet habe. Wahrscheinlich würde sie bald sterben. Der Anblick der kleinen Biene löste Mitgefühl und auch Wut in mir aus. Wut auf die Bauern, die ihre Felder mit chemischen Mitteln spritzen und so viele nützliche Insekten und auch Bienen damit um-bringen. Meinem Mann ging es ebenso. Während er sprach, fühlte ich die Gefühle, die der Anblick der hilflosen kleinen Biene in mir auslöste. Mitgefühl mit dem Geschöpf, Wut auf die Menschen, die aus Profitgier so unachtsam mit der Natur umgehen, Angst, dass wir alles zerstören werden, bevor ein Umdenken stattfindet und auch dieses tiefe Unbehagen, das sich einstellt, wenn wir mit Leid und Tod konfrontiert werden. Im Verstand lief die ganze Palette von Bewertungen über richtig und falsch ab. Nachdem mir das bewusst wurde, versuchte ich die Situation nicht mehr zu interpretieren, sondern einfach nur die Gefühle zu fühlen.

Alles durfte dasein und wurde einfach wahrgenommen. Kein Widerstand, keine Bewertungen mehr, nur das pure Fühlen - jetzt. Nach kurzer Zeit merkte ich eine Veränderung.

Die heftigen Gefühle flossen ab und ich spürte die Liebe, die darunter immer da war und die sich jetzt zeigen konnte.

Mein Herz öffnete sich wieder und ich merkte, wie ein star-ker, warmer Strom von Liebe direkt zu der kleinen Biene zu fließen begann. Diese Liebe spülte auch die Reste von Angst, Wut und Trauer weg, die noch da waren.

Diese Liebe wollte einfach sein, ohne etwas zu erreichen oder zu verändern. Ich betrachtete die kleine Biene, und auf einmal war es gleich-gültig, ob sie leben oder sterben würde. Das Eine war in diesem Moment nicht besser oder schlechter als das Andere. Ich konnte, wollte und durfte lieben, und diese Liebe war das
Einzige, das wirklich und real war. Vielleicht würde die Liebe ihr helfen, leichter zu sterben. Auch dieser Gedanke erzeugte in diesem Moment keinen neuen Schmerz mehr in mir. Ich war bereit loszulassen, alle Ansichten loszulassen, allen Widerstand gegen das was ist loszulassen und mit dem zu sein was sich zeigt.

 

Da war nur noch Liebe, die nichts wollte außer zu sein.

Ein zeitloser Augenblick verging und die kleine Biene wurde ganz ruhig. Dann schüttelte sie sich ein paar mal und flog vom Tisch weg, als ob nie etwas geschehen wäre. Ich schaute ihr nach und brauchte ein bisschen Zeit, um das Gesehene einzuordnen.

 

Ich habe bis heute keine logische Erklärung dafür gefunden. Ich weiß nur, dass ich wieder einmal über das Fühlen in eine andere Dimension des Seins eintauchen durfte, die nicht über den Ver-stand, sondern nur über das Herz und das Gefühl betreten wer-den kann.

Eine Ebene, in der ALLES Liebe ist, in der nichts anderes als Liebe existiert.

Diese Liebe ist frei von jeder Bewertung und zeigt sich in jeder nur möglichen Form. Nur unser Verstand unterteilt das, was wir wahrnehmen, in Liebe und Nicht-Liebe, in richtig und falsch, gut und schlecht. Ohne diese Bewertungen wäre alles Liebe, und wenn du die sogenannten negativen Gefühle durchfühlst, kommst du früher oder später immer zu ihrem Kern, ihrem Ursprung und zu der Liebe, die darunter liegt.

 

Bedingungslose Liebe ist die Quelle, der Ursprung allen Lebens und das, was du wirklich bist.

Wenn du merkst, dass du dich wieder einmal in Bewertungen und Urteilen verstrickst, wechsle die Ebene und komm ins Fühlen.

Frage dich: "Was bin ich nicht bereit zu fühlen, das, wenn ich bereit wäre, es zu fühlen, alles verändern würde?"

Und dann sei still und spüre wie Ausdehnung geschieht und du dich im Herzen zentrierst.

Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem und fühle was da ist. Darunter wartet die Liebe auf dich, immer.


Je offener du im Geist wirst, desto leichter ist es für dich, immer öfter mit dieser Liebe verbunden zu sein.

Die Arbeit von Andreas Goldemann setzt genau da an. Andreas ist ein "medizinisch Intuitiver", der über Stimme und Bewegung belastende Emotionen aus dem Körper und dem Energiefeld lösen kann. Die Veränderungen sind im Körper und auch emo-tional sofort spürbar, der Körper entspannt sich und innere Ruhe breitet sich aus. Hier hast du die Möglichkeit, 2 Sessions von Andreas' Kurs "Zurück zum Ursprung" GRATIS anzu-schauen und selbst sofortige Veränderungen zu erfahren.