Programme und Programmierung

Heute Morgen im Kaffeehaus hatte ich ein interessantes Gespräch mit meinem Mann, welches diesen Newsletter in-spiriert hat. Er bestellte sich ein Frühstück mit zwei Semmeln (Brötchen) und Marmelade (Konfitüre) dazu. Die Kellnerin brachte das Gewünschte und ich sah, dass zwei verschiedene
Marmeladegläschen serviert wurden, Kirsche und Johannis-beere. Ich weiß, dass mein Mann lieber Kirschenmarmelade mag und beobachtete, welche Marmelade er wohl zuerst essen würde. Zielstrebig griff er nach der Kirsche. Ich fragte ihn, ob er immer die Marmelade, die er lieber mag, zuerst isst und er antwortete mit ja. Er erzählte mir daraufhin, dass er als Kind und Jugendlicher sehr langsam gegessen hat und deshalb die
besten Stücke immer als erstes aß, damit er sie auch sicher bekam. Heute kann er sich zum Essen so viel Zeit lassen wie er möchte, handelt aber immer noch nach diesem Programm. Ich habe dieses Verhalten schon öfters beobachtet und ihn heute darauf angesprochen, weil es bei mir genau umgekehrt ist. Ich hebe mir die besten Stücke zum Schluss auf. Als Kind wollte ich oft nur Eis oder ein Stück Kuchen essen. Das bekam ich aber nur, wenn ich vorher genügend von der Hauptmahlzeit aß, die ich oft nicht besonders mochte. Also läuft bei mir das Pro-gramm "Das Beste gibt es am Schluss!".

 

Heute möchte ich mit dir tiefer als je zuvor in unsere Pro-gramme und Programmierungen eintauchen und dir (m)eine Ansicht anbieten wie diese entstehen. Wenn du magst, ver-binde dich mit deinem Herzen, wenn du diese Zeilen liest. Dein Herz kennt die Wahrheit, die deinem Verstand nie zugänglich sein wird.

Zuerst möchte ich dir einen Überblick geben und danach die Zusammenhänge Schritt für Schritt erklären:


Programme selbst sind weder gut noch schlecht, richtig oder falsch. Sie SIND einfach und bilden das, was du deine Persön-lichkeit oder deinen Charakter nennst. Sie bilden das fiktive "ICH", das dich von anderen  Menschen unterscheidet. Kein anderer Mensch hat haargenau dieselben Programme wie du.

 

Interessanterweise gibt es sogar Computerspiele, die genauso funktionieren. Dabei kannst du dir eine Figur, einen sogenan-nten Avatar, kreieren und ihn mit bestimmten Eigenschaften ausstatten. Und schon beginnt das Spiel. Der einzige Unter-schied zwischen deinem Leben und so einem Spiel ist, dass dir bei dem Spiel bewusst ist, dass es ein Spiel ist und dass du die Figur programmiert hast. Manche Menschen verlieren sich bis zu einem gewissen Grad in solchen Computerspielen und identifizieren sich mit der Figur, die sie geschaffen haben.

 

Das ist im Spiel des Lebens nicht anders. Wenn du durch-schaust, dass du nicht die Figur, das Programm, bist, sondern der/die Programmierer*in, dann wechselst du einfach die Per-spektive und erkennst, was schon immer so war. Du hast das Programm geschrieben, hast das aber vergessen und dich für eine Zeit lang mit der Spielfigur identifiziert.

 

Wenn du aufwachst, kannst du auch weiterhin mit dem Pro-gramm spielen und du wirst viel mehr Freude daran haben. Aus dieser Perspektive betrachtet, wird das Spiel viel interessanter und du wirst es auch nicht mehr ganz so ernst nehmen.

Schauen wir uns einmal an, wie diese Programme entstehen und welche Rolle du dabei spielst.

 

Das Beispiel mit der Marmelade zeigt, wie wir auch nach Jahr-zehnten immer noch von Programmen aus unserer Kindheit und frühen Jugend beeinflusst werden.

 

Aber wie entstehen diese Programme und wie programmie-ren wir uns?

 

Auf den ersten Blick sieht es ja so aus, dass unsere Eltern, das Umfeld in dem wir aufwachsen, Lehrer und andere Bezugsper-sonen damit zu tun haben. Das stimmt auch, wenn wir uns als getrennte Wesen und vom Leben selbst getrennt betrachten. Wird diese Illusion durchschaut, sieht die Sache etwas anders aus. Dann wird erkannt, dass diese Programme das Spiel des Lebens gestalten, das ohne sie in dieser Form nicht möglich wäre.

 

Das, was du als "ICH" bezeichnest, ist ein Programm, das auf eine bestimmte Art und Weise funktioniert. Du definierst dich über dieses spezielle Programm, das dich von anderen Pro-grammen unterscheidet. Du hast bestimmte Vorlieben und Abneigungen, und wenn du darüber nachdenkst, warum das so ist, ist es meistens schwer, eine Antwort darauf zu finden.

  • Warum magst du bestimmte Farben und andere nicht?
  • Warum fährst du im Urlaub lieber ans Meer als in die Berge oder umgekehrt?
  • Warum magst du bestimmte Speisen und andere nicht?
  • Warum ziehen dich bestimmte Menschen an, während du zu anderen keinerlei Resonanz hast?

Das alles sind Dinge, die du dir nicht wirklich aussuchen kannst. Sie geschehen anhand deiner Programme, und hier kommen wir nochmals zu der Frage, woher kommen diese Programme und wer programmiert dich?

 

So wie ich es wahrnehme, möchtest du als das Leben, das du bist, bestimmte Erfahrungen machen. Um in diesem Spiel deine Rolle spielen zu können, braucht es gewisse Vorausset-zungen, die durch deine Programme geschaffen werden. Du fühlst dich zu bestimmten Menschen, Situationen und Dingen hingezogen, die zu deiner Programmierung passen.

 

So spielt sich das Leben ab, und du glaubst das "Ich-Programm", das da abläuft, zu sein. Das glaubst du, weil du vergessen hast, dass du dir diese Programme selbst geschrieben hast, als das eine Bewusstsein in Form deiner Eltern und anderer Bezugs-personen. Du wolltest das Spiel bisher genauso spielen, und dafür brauchtest du deine Programme. Deine Programme kreieren all die interessanten Erfahrungen, Ereignisse und Dramen in deinem Leben und sorgen dafür, dass dein Ego, das "Ich-Programm", immer beschäftigt ist. Du handelst und reagierst gemäß deiner Programme und machst daher, wie im Beispiel mit der Marmelade, immer wieder die gleiche Erfah-rung, bis ...

... ja, bis du das Programm als solches durchschaust und erkennst, dass du nicht das Programm bist, sondern die Instanz, die das Programm geschrieben hat. DU hast dir das Programm deines Lebens geschrieben.

 

Wird das erkannt, kannst du die Programmierung durch-schauen, aus manchen Programmen aussteigen und andere Erfahrungen machen. Je mehr Programme erkannt und als solche durchschaut werden, desto gegenwärtiger und spontaner wirst du mit dem Leben fließen und dich als eins mit dem Leben erfahren. Alles, was sich zeigt, bist du selbst in den unter-schiedlichsten Formen. Immer die gleiche Essenz.

 

Durch diese Einsicht wechselst du die Perspektive. Das "ICH-Programm" steht dem Leben gegenüber, meistens in Konfron-tation und Widerstand mit dem was ist. Erkennst du dich in allem was sich zeigt, vollzieht sich ein Seitenwechsel und du stellst dich auf die Seite des Lebens. Anstelle von Widerstand wirst du dem Leben mit Interesse, Bereitschaft und wesentlich mehr Vertrauen begegnen, weil jetzt spielst du im "gleichen Team".

Du erkennst, dass alles was sich zeigt, genauso erscheinen soll wie es sich zeigt. Es ist dein Programm und du, als Figur auf dem Spielfeld, füllst es mit Leben.

Was könntest du da noch ablehnen, verurteilen oder bekämpfen?

Du erkennst dich selbst in den anderen Programmen und jede Begegnung findet nur mit dir selbst statt. Also liebe deinen Nächsten wie dich selbst ... weil du es bist.


Wenn du so auf das Leben schaust, lösen sich viele Ängste auf und du erkennst dich als Schöpfer deiner Realität. Alles was geschieht ist dein Programm, du hast es geschrieben und jetzt erlebst du es. Du füllst es mit Leben, mit Emotionen jeglicher Art.

 

Manchmal plätschert das Leben sanft dahin wie ein ruhiger Fluss, manchmal auch wild und ungestüm wie ein reißender Gebirgsbach. Freude und Leid, Liebe und Schmerz, alles hast du in dein Programm geschrieben und alles geht auch wieder vorbei, hat einen Anfang und ein Ende.


Manchmal identifiziere ich mich wieder mit dem Programm, nur um wenig später aufzuwachen und zu erkennen, dass es nur ein Spiel ist. Egal was auf dem Spielfeld geschieht, das was du wirklich bist, deine wahre Natur, bleibt davon unberührt. In deiner Essenz bist du immer in Sicherheit, vollkommen, ge-liebt, heil und ganz.

Wenn du dich danach sehnst, dich selbst zu entdecken und deine wahre Natur endlich zu leben, habe ich heute einen ganz besonderen Tipp für dich:

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