Der Schmerzkörper

Heute möchte ich wieder ein bisschen an den letzten Newsletter anschließen und über den Schmerzkörper schreiben. Vielleicht hast du diesen Begriff schon einmal gehört.

 

Eckhart Tolle beschreibt den Schmerzkörper in seinen Bü-chern als Ansammlung von unerlösten Emotionen, die eine Art "Eigenleben" entwickelt haben. So ähnlich nehme ich ihn auch wahr. Die meisten Menschen, die ein Suchtthema haben, haben einen großen Schmerzkörper. Sie leiden immer wieder unter ihren unerlösten Emotionen und betäuben diesen Schmerz mit ihrer Sucht.

 

Da ich auf den letzten Newsletter einige Anfragen bezüglich Suchtaufklärung und Therapiemöglichkeiten bekommen habe, möchte ich heute auf zwei interessante Online-Kongresse zum Thema Sucht hinweisen, die sowohl für Betroffene als auch für Angehörige hilfreich sein können. Die Links dazu findest du am Ende des Blogs.

Kommen wir jetzt zum heutigen Thema, dem Schmerzkörper, wie er entsteht und wie wir ihn heilen können. Der Schmerz-körper besteht aus unerlösten Emotionen, die wir im Laufe unseres Lebens angesammelt haben. Jedes Mal, wenn eine Emotion unterdrückt oder nicht ganz fertig-gefühlt wird, gesellt sie sich zu all den anderen schon vorhandenen Emotionen. Diese bilden eine Art Energieblase bzw. ein Energiefeld, das mit der Zeit immer dichter und immer größer wird.

 

Dies beginnt in unserer Kindheit zu dem Zeitpunkt, wo wir aus dem natürlichen freien Fluss der Emotionen herausfallen, weil wir erkennen, dass bestimmte Emotionen wie Zorn, Trauer oder Angst von unserem Umfeld nicht gerne gesehen werden. Viel-leicht werden wir bestraft, wenn wir zornig sind, oder ausge-lacht, wenn wir Angst haben. Von da an beginnen wir aufstei-gende Emotionen zu unterdrücken und in den Schatten, ins Unbewusste, zu drängen. Dort beginnen sie sich langsam aber stetig zu verdichten, bis sich ein eigenes Energiefeld bildet, das Elemental genannt werden kann. Dieses Elemental ist mit uns, seinem Schöpfer, verbunden und entwickelt im Laufe der Zeit eine Form von eigenständigem Bewusstsein, auf das wir aber keinen direkten Einfluss haben.

 

In diesem Schmerzkörper befinden sich also alle unterdrückten und unerlösten Emotionen aus unserem ganzen Leben, und je größer dieses Energiefeld ist, desto mehr wird unser Leben von ihm beeinflusst.

Der Schmerzkörper ist während unseres ganzen Lebens, bis zum heutigen Tag, angewachsen und er "ernährt" sich von Schmerz. Er ist jener Teil in uns, der mit leidvollen Lebensum-ständen in Resonanz geht und uns immer wieder in Situationen führt, die neues Leid erzeugen.


Wenn du zB als Kind in deiner Familie Gewalt erfahren hast und geschlagen wurdest, sind diese traumatischen Erfahrungen und die dazugehörigen Emotionen im Schmerzkörper abgespei-chert. Dadurch kann es sein, dass du dir als erwachsener Mensch einen Partner anziehst, der ebenfalls zu Gewaltaus-übung neigt. Oder dein Vater hat die Familie verlassen und du fühltest dich mit deinen Gefühlen von Angst und Trauer allein-gelassen. Dann kann es sein, dass du dir später diese Situation immer wieder kreierst, dass dich deine Partner verlassen.

 

Wenn du also im Leben immer wieder dieselbe leidvolle Si-tuation erfährst, macht es Sinn, danach Ausschau zu halten, wann sich dieses Thema zum ersten Mal in deinem Leben gezeigt hat. Jede Wiederholung ist eine neue Chance, die damit verbundenen Emotionen anzuschauen und endlich zu erlösen. Geschieht das nicht, nähren sie den Schmerzkörper, der den neuen Schmerz "absorbiert" und weiter wächst.

Dieses Wissen ist sehr hilfreich, weil wir dadurch immer wie-derkehrende Situationen in unserem Leben besser verstehen und die damit verbundenen unerlösten Emotionen endlich anschauen und erlösen können.

Im normalen Alltag schläft der Schmerzkörper, und es kann sein, dass wir tage- oder auch wochenlang nichts von ihm mer-ken, bis ein bestimmtes Ereignis ihn antriggert und aktiviert.

 

Meistens sind es die Menschen, die uns am nächsten stehen und die wir am meisten lieben, die bei uns den Schmerzkörper akti-vieren können. Mein Mann schafft es immer wieder (unbewusst) bei mir den richtigen Kopf zu drücken, und wenn ich nicht durchschauen würde, was da (in mir) läuft, hätten wir sicher öfters Streit.

 

Der Schmerzkörper liebt Streit und all das Drama im zwi-schenmenschlichen Bereich. Davon nährt er sich und bläst sich immer weiter auf. Deshalb ist es sinnvoll, ein paar Mal tief durchzuatmen und den Blick nach innen zu richten, wenn ein Wort oder eine Bemerkung eines anderen Menschen intensive Gefühle in dir auslösen. Ist die Reaktion um einiges heftiger als es angebracht wäre, ist sehr wahrscheinlich der Schmerz-körper mit im Spiel. Dann ist es hilfreich, erst einmal alles zu fühlen was sich zeigt und damit zu sein.

 

Bei mir ist es so, dass sich meist nach kurzer Zeit ein Zusam-menhang mit der ursprünglichen Situation oder dem Thema zeigt. Durch das bewusste Anschauen und Erkennen um was es wirklich geht, lösen sich die Emotionen und der Schmerz-körper verliert an Kraft.

Es ist ein ganz eigenes Gefühl, sobald sich der Schmerzkörper zeigt. Da jeder Schmerzkörper aus unterschiedlichen Emo-tionen zusammengesetzt ist, fühlt er sich auch ganz speziell an.

 

Bei einem Menschen ist der Angstanteil größer, bei einem anderen vielleicht die Trauer oder Wut. Daher kannst du den Schmerzkörper leicht von einzeln auftretenden Emotionen unterscheiden.

 

Auch Gedanken an vergangenes Leid können den Schmerz-körper aktivieren. Wenn du immer wieder an bestimmte Situationen denkst und den damit verbundenen Schmerz immer wieder fühlst, ist das Nahrung für den Schmerzkörper.

 

Seit ein paar Wochen beobachte ich bei mir und anderen Menschen, dass wir zur Zeit (wieder einmal) durch eine inten-sive Reinigungsphase gehen und mit viel altem, unerlösten Schmerz konfrontiert werden. Vielleicht bemerkst auch du, dass sich Gefühlsstimmungen oder ganz reale Situationen zeigen, die dich genau an diese tiefen Schmerzpunkte führen, um die du sonst einen großen Bogen gemacht hast. Das geschieht nicht zufällig, sondern ist eine Einladung an dich, das Licht deines Bewusstseins in diese dunklen Bereiche einfließen zu lassen. Überall dort ist Lebensenergie gebunden, die dir erst dann wieder zur Verfügung steht, wenn sich diese verkrusteten Strukturen und unterdrückten Emotionen gelöst haben. Dann kann auch deine Lebensfreude wieder freier fließen und du gehst mit anderen Ereignissen in Resonanz. Dieser Prozess kann schmerzhaft sein, ist aber sehr heilsam.

Zu guter Letzt:

Was heilt den Schmerzkörper?

Was können wir tun, um dieses belastende Energiefeld schrum-pfen zu lassen und ihm seine Kraft zu entziehen?

 

Ein wesentlicher Schritt ist Vergebung. Viele schmerzvolle Si-tuationen sind mit Menschen verknüpft, denen wir zumindest teilweise die Schuld an unserem Leid geben. Das ist natürlich Illusion, aber solange wir daran glauben, hat diese Vorstellung
von Schuld Macht über uns. Sie lässt uns an vergangenem Schmerz festhalten, und das gibt dem Schmerzkörper immer neue Nahrung. Daher ist es wichtig, den Menschen in unserem Leben alles zu vergeben, was wir ihnen noch vorhalten und wo-ran wir, vielleicht auch unbewusst, festhalten. Genauso wichtig ist es, uns selbst alles zu vergeben, wofür wir uns noch schuldig fühlen. Das entzieht dem Schmerzkörper schon viel Energie. Letztendlich bedarf es keiner Vergebung, aber um das zu erken-nen, ist es notwendig zu vergeben und den Schmerz loszulas-sen.


Und so schließe ich heute mit ein paar Zeilen aus dem Buch "Ein Kurs in Wundern" von Helen Schucman:

"Dieser Schmerz den ich jetzt fühle, ist die Basis, er ist das Fundament und der Eckstein meiner Identität der Trennung. Deswegen durchlebe ich ihn immer und immer wieder. Es ist der Schmerz, der alles glaubwürdiger, der alles lebendiger, echter, überzeugender erscheinen lässt. Ohne ihn, ohne seine überwältigende Präsenz, kann ich mein Spiel nicht aufrecht erhalten. Das wusste ich immer (...) Es ist an der Zeit ihn loszulassen."

Unerlöste Emotionen halten den Schmerzkörper in seiner Existenz. Deshalb möchte ich dir heute nochmals die Mög-lichkeit anbieten, die Arbeit von Andreas Goldemann näher kennenzulernen. Andreas ist ein "medizinisch Intuitiver", der über Stimme und Bewegung belastende Emotionen aus dem Körper und dem Energiefeld lösen kann. Die Veränderungen sind im Körper und auch emotional sofort spürbar, der Körper entspannt sich und innere Ruhe breitet sich aus.

 

Hier hast du die Möglichkeit 2 Sessions von Andreas' Kurs "Zurück zum Ursprung" gratis anzuschauen und selbst sofortige Veränderungen zu erfahren. Ich kann Andreas' Arbeit von Herzen empfehlen.

Und hier sind die Links zur "Sucht Revolution" und zum "Selbstheilungs Symposium mit Schwerpunktthema Sucht":