Nur was für Mutige

Heute möchte ich über das Scheitern schreiben und meine Gedanken über Versagen, Misserfolg und Fehler mit dir teilen. Wenn du jetzt aufhörst zu lesen, kann ich das gut verste-hen, denn schon diese Worte lösen in den Meisten von uns ein solches Unbehagen aus, dass es nur verständlich ist, diesen schmerzlichen Gefühlen ausweichen zu wollen - daher auch der Titel für diesen Text.

 

Vor einiger Zeit hat mich eine sehr intensive energetische Arbeit wieder einmal in die tiefsten Tiefen meiner emotiona-len Abgründe geführt. Dort durfte ich mich dann einige Tage aufhalten und mit dem sein, was dort war. Seit ich realisiert habe, dass ALLES in seiner Essenz Liebe ist und dass sich diese Liebe zeigt und spürbar wird, wenn alles gefühlt und integriert ist, tue ich mir wahrscheinlich leichter, mit diesem Urschmerz der Ablehnung und Beurteilung zu sein, der mir seit Beginn dieser Inkarnation immer wieder einmal begegnet. Dabei geht es um Machtmissbrauch und diesem hilflos ausgeliefert zu sein, das eigene Sein in Frage zu stellen und sich für ein biss-chen Liebe und Anerkennung von Außen zu verbiegen und die eigene Wahrheit zu leugnen. Ein intensives Thema.

 

Wenn du also mutig genug bist, möchte ich dich heute auf eine Reise in die Tiefe menschlicher Ängste und Abgründe mitnehmen. Lass uns sehen, was es dort zu entdecken gibt.

Auslöser für diese Erfahrung war das Erkennen, dass ich immer noch ein Problem damit hatte, meiner eigenen Wahr-nehmung zu vertrauen. Dass ich mich immer noch von der Meinung anderer, die ich als "schon weiter entwickelt", erfah-rener oder "spiritueller" (was auch immer das ist) wahrgenom-men habe, verunsichern ließ und das, was sich für mich richtig und stimmig angefühlte, in Frage gestellt habe.


Vielleicht kennst du diesen Impuls des Herzens, der Dir zeigt, ob eine Aussage wahr und stimmig für dich ist oder einfach nicht deiner Wahrheit entspricht. Du fühlst das sofort, im Bruchteil einer Sekunde, und dann kommt der Verstand und beginnt dir Zweifel, an dem was du wahrnimmst, einzureden. Du beginnst einen Dialog im Kopf, und je länger dieser andauert, desto unsicherer wirst du. Am Ende bleibt nur Verwirrung und ein Gefühl von Unzulänglichkeit. Vielleicht hast du auch Angst, einen Fehler zu machen und es dann zu bereuen, wenn du bei deiner Wahrheit, bei deinem Weg, bleibst.

Diese Angst vor Fehlern hat mich ein Leben lang begleitet.

 

Aber was sind Fehler?

Fehler weisen darauf hin, dass es dir noch an etwas fehlt, um es richtig machen zu können. Meistens fehlt es einfach an Infor-mation, also ist das Scheitern, der Misserfolg, ein Hinweis da-rauf, dass dir noch etwas fehlt um Erfolg zu haben.

 

Leider haben wir in unserer westlichen Gesellschaft selten die Gelegenheit zu spielen, auszuprobieren und so, Schritt für Schritt, aus Fehlern zu lernen. Am besten sollte alles schon perfekt sein, bevor es überhaupt begonnen wird. Diese Einstellung und Erwartungshaltung an sich selbst oder durch andere, fördert natürlich die Angst vor Misserfolg und "Versagen". Ich setze das Wort Versagen ganz bewusst in Anführungszeichen, weil es so etwas nicht wirklich gibt. Es gibt nur Erfahrungen, die gemacht werden, und alles andere ist eine Sache der (persönlichen) Interpretation. Alles sind Erfah-rungen, also gibt es auch keine Fehlentscheidungen. Auch davor fürchten sich viele Menschen, dass sie eine falsche Entschei-dung treffen.

 

Dabei ist gerade die Phase der Unentschlossenheit, in der du dich vor lauter Zweifel zu keiner Entscheidung aufraffen kannst, am unangenehmsten.

 

Ist dir das schon einmal aufgefallen?

Genau genommen kannst du auch keine falschen Entscheidun-gen treffen. Sobald du dich für etwas entschieden hast, lässt du automatisch eine oder mehrere Optionen offen. Danach probierst du aus, ob deine Entscheidung dich dorthin bringt, wo du hinwillst. Und wenn nicht, kannst du dich immer noch anders entscheiden.

 

Konrad Adenauers Erkenntnis: "Was kümmert mich mein (törichtes) Geschwätz von gestern, nichts hindert mich daran, weiser zu werden." möchte ich dir wirklich ans Herz legen.

 

Erlaube dir selbst ab jetzt wieder zu spielen, mit dem Leben zu spielen, zu probieren, zu "kosten" was dir vom großen Buffet des Lebens schmeckt und was nicht. Und was dir nicht schmeckt, lass einfach liegen, du musst nicht alles schlucken!
Spüre die Freiheit dieser schlichten Wahrheit! Wie oft halten wir an einem eingeschlagenen Weg fest, auch wenn wir tief in unserem Inneren spüren, dass er nicht (mehr) stimmig ist, dass er uns keine Freude mehr bringt, nur um nicht als "Versager" dazustehen. Ob es das Studium, der Beruf, die Beziehung oder andere Lebensumstände sind, die wir gewählt haben, nichts muss so bleiben wie es ist, nur weil wir uns einmal dafür ent-schieden haben.

 

Das Leben ist Wandel, und wir haben nicht versagt, wenn wir es uns erlauben, flexibel zu sein und eine andere Richtung einzuschlagen.

Warum haben wir so eine Angst vor Fehlern und dem soge-nannten Scheitern, dass wir manchmal blind und taub sind für die Stimme unseres Herzens?

Dass wir anderen Menschen mehr glauben schenken, als der uns innewohnenden Weisheit?

 

Bei mir war es die Angst vor Machtmissbrauch. Machtmiss-brauch ist eines der ersten Dinge, die wir in unserem Leben erfahren. Auf die eine oder andere Weise erfährt das jeder Mensch, natürlich in unterschiedlichem Ausmaß. Ich persönlich kenne niemanden, der von seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten, also den Menschen, von denen er abhängig war, immer nur positiv gefördert wurde. Dem gesagt wurde, dass er ganz wunderbar ist, gut genug ist und genauso richtig, wie er eben ist. Ich selbst und die Menschen, die ich kenne, haben sehr oft das Gegenteil gehört. Und das von den Menschen, die wir am meisten liebten und von denen wir abhängig waren.

 

Wie soll da keine Angst vor Fehlern entstehen?

Wenn wir uns ständig abgemüht haben, irgendwelchen Erwar-tungen an uns zu entsprechen, um endlich die Liebe und Aner-kennung zu bekommen, nach der wir uns so gesehnt haben - und den tiefen und quälenden Schmerz gefühlt haben, wenn wir die Anforderungen nicht erfüllen konnten?

Dieser Schmerz hat sich so tief in unsere Seele gebrannt, dass wir alles dafür tun, um ihn nie mehr fühlen zu müssen. Nur nicht scheitern, nur nicht als Versager dastehen, bloß keine Fehler machen, es tut zu weh. Dafür treiben wir uns an, über-fordern uns, bleiben in unerfüllenden Lebensumständen, um nur ja nicht diesen Schmerz der Ablehnung und des Scheiterns fühlen zu müssen.

 

Und das Tragische daran ist, dass wir uns heute vor unserer eigenen Macht und Größe fürchten. Wir haben Angst davor uns selbst zu vertrauen. Wir haben erlebt wie es ist, wenn aus Macht Willkür wird und uns die Menschen, von denen wir als Kinder abhängig waren, ihre Liebe nur bedingt (also an Bedin-gungen geknüpft) gegeben haben. "Nur wenn du so bist oder das tust, liebe ich dich." Das ist keine Liebe, das ist reine Willkür und Machtmissbrauch!

 

Es geht mir hier nicht darum, jemanden Schuld zuzuweisen, jeder tut immer sein Bestes. Es ist aber wichtig, diesen Mecha-nismus zu verstehen und dadurch verändern zu können. Dafür ist es notwendig, den damit verbundenen Schmerz zu fühlen
und mit ihm zu sein. Erst dann kann, durch Akzeptanz und bedingungslose Liebe zu uns selbst, Heilung geschehen.

In dieser bodenlosen Finsternis, in dem tiefen Schmerz nicht akzeptiert zu werden, kannst du dich selbst finden. Du kannst dir selbst die Liebe geben, die du dir von anderen erwartet und erhofft hast, und so den Schmerz heilen.

 

Und wer sich gefunden hat, hat nichts mehr zu verlieren!

 

Deine Angst vor Fehlern fällt dann von dir ab, wie das Laub von den Bäumen im Herbst. Das Leben wird wieder zum Spiel, weil du dir erlaubst zu probieren und Erfahrungen zu ma-chen. Kein Stress mehr mit richtig oder falsch, alles darf sein. Und führt ein Weg nicht zum Ziel, probierst du eben einen anderen. Du nimmst deine Macht zu dir zurück und erlaubst niemand anderen mehr, über dich und deine Erfahrungen zu urteilen. Andere Menschen haben nur die Macht über dich, die du ihnen gibst. Vielleicht gibt es weiterhin Bewertungen von anderen Menschen, aber sie können dich nicht mehr verletzen. Du vertraust dir selbst und gibst dir die bedingungs-lose Liebe selbst, unabhängig von deinen Erfahrungen.

 

Also ermächtige dich selbst dazu, dein Leben so zu gestalten, wie es dir gefällt und liebe dich und jede Erfahrung, die du machst, bedingungslos.

 

Du bist immer richtig! Willkommen in der Freiheit!

Vor einiger Zeit habe ich Andreas Goldemann kennengelernt und bin von seiner Arbeit total begeistert. Andreas ist ein "medizinisch Intuitiver", der über Stimme und Bewegung belastende Emotionen aus dem Körper und dem Energiefeld lösen kann. Die Veränderungen im Körper sind sofort spür-bar, Verspannungen lösen sich, die Beweglichkeit der Gelenke verbessert sich und vieles mehr.


Hier hast du die Möglichkeit 2 Sessions von Andreas' Kurs "Zurück zum Ursprung" GRATIS anzuschauen und selbst sofortige Veränderungen zu erfahren. Ich kann die Arbeit von Andreas von Herzen empfehlen.