Umgang mit Negativität

Vorige Woche habe ich über das Fasten geschrieben und irgend-wie passt dieses Thema auch noch gut dazu. Es ist gut, den Körper zu reinigen und zu erleichtern, aber auch der Geist will frei und leicht sein und zur Ruhe kommen. Das ist aber sehr schwer, wenn ständig negative Gedanken im Kopf kreisen. Und dies kann leicht geschehen, wenn der Geist mit zu viel ne-gativem Input belastet wird.


Wenn ich heute auf Facebook gehe oder eine Zeitung aufschlage, sind mehr als die Hälfte der Posts und Berichte negativer Art. Dass wir Menschen negativen Meldungen mehr Aufmerksamkeit schenken als positiven, das hat die Natur teilweise in unseren Genen angelegt um unser Überleben zu sichern. In früherer Zeit war es wichtiger, schnell auf Gefahren reagieren zu können, als einen möglichen Genuss zu versäumen. Den heran-nahenden Säbelzahntiger rechtzeitig zu bemerken war viel wichtiger, als eine leckere Frucht zu sehen oder die Möglichkeit zur Paarung wahrzunehmen. Heute machen sich die Medien diese Konditionierung zunutze - je krasser die Bilder oder Berichte, desto höher die Auflage. Und wenn ein Unfall geschieht, gibt es mehr Menschen die Fotos machen und schauen, als solche die helfen.

 

Es ist wichtig, über diese Konditionierung bescheid zu wissen und aktiv andere Impulse zu setzten, um nicht unbewusst in den Strudel der Negativität hineingezogen zu werden.

Unser Gehirn ist in der Lage, mit einem gewissen Maß an Negativität umzugehen ohne davon zu sehr beeinträchtigt zu werden. Daher mag es den Anschein haben, dass die Menschen früher glücklicher waren als heutzutage. Meiner Meinung nach liegt das vor allem daran, dass weniger negativer Input verfüg-bar war. Vor dem Aufkommen von Radio und Fernsehen waren die meisten Menschen nur mit negativen Ereignissen in ihrem
nächsten Umfeld konfrontiert - hier mal ein Diebstahl, vielleicht einmal im Jahr eine Familientragödie im Ort, das wars.

 

Zu der Zeit, als nur lokale Fernsehsender über die Antenne em-pfangen werden konnten, gab es größtenteils lokale Meldungen und auch das war noch überschaubar. Heute sind Schreckens-meldungen aus aller Welt 24 Stunden online verfügbar. Auch ich darf mich immer wieder disziplinieren, wenn ich in meinen Email-Account schaue, dass ich mich nicht in das Angebot von negativen Meldungen hineinziehen lasse.

 

Zu viel negativer Input schürt nur Ängste und Sorgen, und ängstliche Menschen sind leichter zu manipulieren. Von einer höheren Ebene aus betrachtet, ist alles Liebe in seiner Essenz, dennoch ist es nicht nötig und mir nicht dienlich, meinen Geist mit negativen Meldungen aus aller Welt zu überfrachten.

 

Ich bin der Ansicht, dass mich die Dinge, die für mich wichtig sind und wo ich etwas beitragen kann, auch so erreichen werden - und bisher hat das auch immer gut funktioniert.

Wenn ich über diese Einstellung spreche, höre ich oft:

Aber, man muss doch informiert sein!

 

Frage: Muss man das wirklich?

 

Was bringt es dir, über ein Erdbeben am anderen Ende der Welt genau informiert zu werden und womöglich auch noch Bilder mit Toten und Verletzten zu sehen?

Kannst du etwas daran ändern?

Wird es für die Menschen dort leichter, wenn du dein Gemüt damit belastest?

 

So wie ich es wahrnehme, wird dadurch nur noch mehr Negati-vität in die Welt gebracht. Dein Gemüt ist belastet, und was hilft am besten in solch einer Situation? Richtig, es einem anderen Menschen zu erzählen und sich so zu erleichtern.

 

Ein Bekannter von mir hat eine interessante Methode, mit sol-chen Situationen umzugehen. Wenn ihm jemand sagt: "Ich habe ein Problem" pflegt er halb scherzhaft, halb ernst darauf zu antworten: "Dann behalte es bitte für dich, sonst habe ich auch gleich eins!" - etwas überspitzt und radikal, aber genauso ist es.

 

Vor kurzem, in einem Lokal, war das Gespräch am Nebentisch nicht zu überhören. Es kippte ins Negative und dann wurde eine halbe Stunde lang nur gelästert, die Energie sank in den Keller und am Ende ging es allen Beteiligten schlecht.

 

Wozu soll das denn gut sein???

Aber es geht auch anders!

Erster Schritt: Beginne, wie immer, bei dir selbst.

 

Und hier möchte ich eine kleine Anekdote über Sokrates ein-fügen, die mir sehr gut gefällt: Die drei Siebe.

 

Sokrates schlenderte durch die Straßen von Athen, als ein Mann auf ihn zugelaufen kam und sagte: "Höre Sokrates, das muss ich dir erzählen!" "Halte ein!" - unterbrach ihn der Weise, "Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?", frage der Andere voller Verwunderung.
"Ja guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht: Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen und..."
"So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, gut?"
Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..."
"Hm...", unterbrach ihn der Weise, "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass du mir das er-zählst?"
"Notwendig nun gerade nicht..."
"Also" sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Das ist Mentalhygiene vom Feinsten.

Stell dir einmal vor wie still es wäre, wenn jeder die drei Siebe
anwenden würde.

Und wenn dann jemand spricht, würde Erfreuliches geteilt, das alle Beteiligten bereichert.

 

Bitte nicht falsch verstehen, ich finde es schön, wenn ein Mensch sich im persönlichen Gespräch öffnet und ehrlich über das spricht, was ihn bewegt. Da zuzuhören und zu helfen, kann für beide Seiten sehr nährend sein. Aber wenn du mehr Ruhe und Frieden im Kopf haben möchtest, halte dich von Tratsch und Klatsch fern. Das allein ist schon sehr hilfreich.

 

Wenn mich jemand partout in ein unfruchtbares Gespräch verwickeln will, versuche ich das Thema zu wechseln oder ein-fach nicht darauf einzugehen. "Mag sein" oder "Ist das so?" sind Phrasen, die einen sensationslüsternen Überbringer negativer Nachrichten schnell ermüden und das Weite suchen lassen. So kannst du die Kette von Negativität unterbrechen, anstatt wie beim Staffellauf den Stab anzunehmen und weiterzureichen.

 

Du entscheidest, was du in dein Bewusstsein nimmst!

Dankbarkeit ist auch ein wunderbares Mittel, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Wenn du dankbar bist, hat Negativi-tät keine Chance bei dir anzudocken.

 

Je mehr du dich auf dein Leben und dein Umfeld fokussierst, dich mit deinem Herz verbindest und tust, was sich für dich gut und stimmig anfühlt, desto weniger anfällig bist du für nega-tives Gedankengut.

 

Wenn ich am Morgen die Augen aufmache, schaue ich auf all das Schöne und Gute, das für mich da ist, hier und jetzt. Wenn du magst, praktiziere das konsequent jeden Morgen für ein paar Minuten, dann wird die Negativität bald ihre Anzie-hungskraft verlieren.

 

Es kann sein, dass sich einige Menschen aus deinem Leben
entfernen werden, weil du nicht mehr für negativen Tratsch zur Verfügung stehst, aber ist das wirklich ein Verlust?
Dein Gewinn ist auf jeden Fall mehr Gelassenheit, Lebens-freude und ein frischer und ruhiger Geist.

Ganz zum Thema passend, habe ich hier noch einen Tipp für dich:


Vor einiger Zeit habe ich Andreas Goldemann kennengelernt und bin von seiner Arbeit total begeistert.  Andreas ist ein "medizinisch Intuitiver", der über Stimme und Bewegung belastende Emotionen aus dem Körper und dem Energiefeld lösen kann. Die Veränderungen im Körper sind sofort spürbar, Verspannungen lösen sich, die Beweglichkeit der Gelenke ver-bessert sich und vieles mehr.


Hier hast du die Möglichkeit 2 Sessions von Andreas' Kurs "Zurück zum Ursprung" GRATIS anzuschauen und selbst sofortige Veränderungen zu erfahren. Ich kann die Arbeit von Andreas von Herzen empfehlen.