Gleichgewicht der Gegensätze

Heute Morgen in der Meditation sind ein paar Erkenntnisse zu mir gekommen, die ich gerne mit dir teilen möchte.

 

Wenn ich die Welt oberflächlich betrachte, sehe ich sehr viel Un-frieden, und die Entwicklung scheint in eine nicht sehr positive Richtung zu gehen. Vielleicht kommt dir das auch so vor. Mir ist klar, dass dieses Bild auch durch eine, auf das Negative fokus-sierte, Berichterstattung erscheint und dass viele Dinge künst-lich aufgebauscht und ausgeschlachtet werden.

 

Angst zu verbreiten ist eine beliebte Methode, Menschen zu
manipulieren und klein zu halten. Damit meine ich weniger, dass Lügen verbreitet werden (was natürlich auch geschieht), sondern eher, dass über positive Entwicklungen bei weitem nicht so detailliert berichtet wird.

 

Man könnte auch sagen, jede Sache hat zwei Seiten, und das, worauf ich meinen Fokus richte, tritt dann in den Vorder-grund. Als Beispiel lässt sich hier anführen, dass vor einiger Zeit in einer Zeitung zu lesen war, dass Boris Becker den Offenba-rungseid (Insolvenzverfahren) leisten muss. Ein Skandal, der die Aufmerksamkeit vieler Leser auf sich gezogen hat. Dass er als Mensch immer äußerst freigiebig war und viele finanziell unter-stützt hat, ist maximal eine kleine Randnotiz wert.

 

Ich glaube du verstehst, was ich meine.

Also gehe ich prinzipiell davon aus, dass die Welt nicht so schlecht ist, wie sie dargestellt wird. Dennoch erkenne ich eine Diskrepanz zwischen dem, was sich im Außen zeigt und dem, was ich im Herzen fühle.

 

In meinem "Ausblick auf 2018" habe ich geschrieben, dass in diesem Jahr immer noch einiges an Reinigung und Klärung so-wohl im persönlichen Bereich, als auch global ansteht, dennoch nehme ich eine Tendenz in Richtung Frieden und Stabilisierung wahr. Irgendwie passt das mit dem, was sich im Außen zeigt, nicht ganz zusammen.


Heute in der Meditation bekam ich auf einmal den Satz "Gleich-gewicht der Gegensätze", mit dem ich zuerst nicht viel anfan-gen konnte. Ich habe hingefühlt und mich für das Erkennen dieser Botschaft geöffnet und so entstand ein Bild, das ich dir hier beschreiben will.

Wenn wir davon ausgehen, dass jedes Ding zwei Seiten hat, sind zB Krieg und Frieden nur zwei sich gegenüberstehende Pole der selben Energie. In der letzten Wirklichkeit gibt es nur Liebe als Grundessenz aus der ALLES entsteht. In der Polarität erscheint diese Energie in den Gegensätzen, die einander bedin-gen. Gibt es keinen Krieg, ist Frieden nicht erfahrbar. Oben-unten, hell-dunkel, rechts-links, hoch-tief - alles erscheint in unserer Realität als Gegensatz, um für uns erfahrbar zu sein. Dennoch ist Liebe die Grundessenz von allem.

 

In der Meditation wurde mir das Polaritätenpaar von einem Egoisten und einem Altruisten gezeigt. Der Egoist denkt nur an sich und vergisst die Bedürfnisse seiner Mitmenschen, der Altruist denkt nur an andere und vergisst auf sich selbst und seine Bedürfnisse.

 

Auf den ersten Blick mag es scheinen, dass der Altruist "besser" ist als der Egoist. So würde es auch nach den gesellschaftlichen Normen bewertet werden, und es hätte ebenso den Anschein, dass es sinnvoll wäre, aus dem Egoisten einen Altruisten zu machen, wenn es denn möglich wäre. Dann hätten wir sicher eine bessere Welt.

Das scheint aber nur auf den ersten Blick die Lösung zu sein. Warum? Wenn wir davon ausgehen, dass wir alle miteinander verbunden, also dieselbe Energie, dieselbe Liebe sind, dann ist es unerheblich, ob der Eine auf seine Mitmenschen und der An-dere auf sich selbst vergisst. Beide sind nur die Endpunkte zweier Pole, die einander bedingen. Ohne Egoisten keine Alt-ruisten. Beide sind die Endpunkte auf einer gedachten waag-rechten Linie von 1 - 10. Der Egoist ist 1 und der Altruist ist 10. Würde wir jetzt alle Egoisten zu Altruisten machen, wäre das Gleichgewicht der Gegensätze gestört und die Linie, die wir uns auch als Schaukel vorstellen können, würde kippen. Wäre es aber so, dass wir den Egoisten ermuntern könnten NICHT NUR an sich selbst und den Altruisten dazu bewegen NICHT NUR an andere zu denken, würden sie sich etwa bei 4 und 6 auf der Linie einreihen und das Gleichgewicht bliebe erhalten.

 

Die Gegensätze wären immer noch da, nur in einer harmoni-scheren Verteilung. Die krassen Gegensätze heben sich auf, wenn jeder ein bisschen mehr in die Mitte rückt und fähig ist, auch den anderen Pol in sich selbst anzuerkennen, anstatt ihn abzulehnen oder gar zu bekämpfen.

Die Gegensätze sind wohl notwendig, viele spirituelle Lehrer weisen darauf hin, dass wir das Leben in der Dualität nur so erfahren können. Aber es ist nicht notwendig, in den Extremen zu verharren. Das Gleichgewicht lässt sich auch in gemäßigterer Form herstellen.


Gerade in dieser Zeit erwachen so viele Menschen in ihre Selbst-erkenntnis und es ist nur natürlich, nach dem Licht zu streben. Das war bei mir in meiner Anfangsphase des spirituellen Erwa-chens genauso. Doch wenn wir uns nicht als Ganzes akzep-tieren können und die dunklen, ungeliebten Seiten an uns in den Schatten drängen, können sie sich nur im Außen mani-festieren.

 

Das Ergebnis dieser Entwicklung sehen wir zur Zeit auf dieser Welt. Es ist schon so viel Licht da, dass sich auch viel Schatten als Gegenpol in unserer Wahrnehmung zeigt. Aus meiner Sicht ist es der nächste Schritt, dass jeder Einzelne bei sich selbst schaut, wo er in einem extremen (positiven) Pol festhängt und den Gegenpol verleugnet.

Wo bin ich rücksichtsvoll, freundlich, liebenswürdig, altruis-tisch, geduldig usw., nur weil ich glaube, dass das "besser" und spiritueller als der Gegenpol ist?

 

Wenn dieses Gefühl jetzt spontan auf natürliche Weise da ist,
ist das wunderbar und will ausgedrückt werden.

Problematisch ist es erst, wenn ich glaube, freundlich, geduldig usw. sein zu müssen und die (negativen) Gefühle, die tatsächlich da sind, verleugnet und unterdrückt werden. Sie werden dann in den Schatten gedrängt und zeigen sich im Außen als Welt, wie wir sie wahrnehmen.

Es ist also Ehrlichkeit mit sich selbst und Authentizität gefragt. Die Maske ablegen und zu den vorhandenen Gefühlen stehen.

Das heißt nicht, dass sie unreflektiert ausgedrückt werden müs-sen, aber in sich anerkannt und angenommen werden sollten.

 

Darüber habe ich schon sehr oft geschrieben. Es geht darum zu erkennen, dass es in der letzten Wirklichkeit nur Liebe gibt. Was wir mit den physischen Augen sehen können, ist immer nur der Schein. Nur das Herz sieht die Wahrheit. Wenn du in der Lage bist, mit den Augen der Liebe auf diese Welt zu schau-en und bereit bist, auch das Dunkle und scheinbar Negative anzuerkennen und zu lieben, kommst du mit der Grundessenz allen Seins in Berührung, die immer nur Liebe ist.

 

Wenn du die Gegensätze durchschaust, entdeckst du deine wahre Natur. Denn auch du bist Liebe, die sich in ALLEN möglichen Formen zum Ausdruck bringen will. Wird das erkannt, ist es leicht, aus extremen Positionen und Ansichten auszusteigen und sich, durch die Akzeptanz von Allem Was Ist, der Mitte anzunähern.

 

Diese Entwicklung wird sich dann auch im Außen in Form von mehr Frieden, Harmonie und Gleichgewicht zeigen.

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