Jenseits der Vorstellung

Heute möchte ich dich dazu einladen, dir deine Vorstellungen näher zu betrachten. Wir haben ja alle möglichen Vorstellungen vom Leben, wie es sein sollte, von anderen Menschen, wie sie sein sollten und natürlich auch von uns selbst.

 

Wenn wir uns das Wort Vorstellung anschauen, sehen wir, dass es darauf verweist, dass etwas VOR die Realität GESTELLT wird. Ich könnte auch sagen, wir stellen etwas vor uns, andere Menschen oder Situationen, die uns daran hindern, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Wir haben also den Menschen, wie er ist, oder die Situation, wie sie ist, und unsere Vorstellung davon, wie es sein sollte. Meistens handelt es sich bei der Vorstellung um eine Meinung, eine Ansicht oder ein Bild, von dem wir überzeugt sind, dass es richtiger oder besser wäre als das, was gerade da ist.


Durch diese Abweichung zwischen Vorstellung und Realität entsteht ein Spannungsfeld, das wir Widerstand nennen kön-nen. Je größer der Unterschied zwischen Vorstellung und Realität, desto größer ist der Widerstand. Sind wir erstmal im Widerstand, ist es sehr schwer die Vorstellung abzulegen, klar zu sehen und mit dem, was ist, zu sein.

Genau dieser Widerstand hindert uns daran, unser Leben in Freude zu genießen. Er hindert uns daran, neugierig und interessiert wie ein Kind durch die Welt zu gehen und es dem Leben leicht zu machen uns zu beschenken.

 

Vorstellungen können vielfältig sein und schließen keinen Be-reich des Lebens aus. Ob es um die Familie, den Arbeitsplatz, den Urlaub, andere Menschen oder einfach einen Restaurant-besuch geht, meistens haben wir im Vorfeld eine bestimmte Vorstellung davon, wie es sein sollte. Das kann uns manchmal
dienlich sein, wenn wir beispielsweise nach einem neuen Job Ausschau halten. Da ist es gut, wenn wir gewisse Vorstellungen bezüglich unserer Tätigkeit im Unternehmen und dem Gehalt, das wir bekommen möchten, haben. Das ist auch nicht die Form von Vorstellung, die ich meine, die sich eher auf die sachliche Ebene bezieht. Ich meine die vielen anderen Vorstellungen, die unser Leben begrenzen, uns einengen und uns daran hindern, zufrieden, dankbar und mit dem Leben in Frieden zu sein.

Wenn wir einen neuen Menschen kennenlernen, machen wir uns meistens schnell ein Bild von ihm, der sogenannte erste Eindruck. Dieser kann positiv oder negativ ausfallen. Auf jeden Fall ist es aber nur ein winzig kleiner Ausschnitt, den wir von diesem Menschen zu sehen bekommen. Wir wissen nicht, wie er seinen Tag verbracht hat, welche Sorgen oder Ängste ihn plagen, ob er gesundheitlich ganz auf der Höhe ist, usw..

 

Doch aufgrund dieses oft flüchtigen Eindruckes, basteln wir uns dann ein Bild zusammen, wie dieser Mensch wohl ist. Beim nächsten Treffen achten wir verstärkt auf bestimmte Merkmale und Verhaltensweisen dieses Menschen, die in unser Bild von ihm passen. Andere werden leicht übersehen, weil wir ihn ja schon durch die Brille unserer Vorstellung betrachten.

 

Das läuft natürlich unbewusst ab. Wenn wir dieses Verhalten aber durchschauen, können wir uns dafür entscheiden, uns ganz bewusst auf den Menschen einzulassen und Facetten und Wesenszüge an ihm entdecken, die wir sonst nicht wahrnehmen könnten. Das gilt ganz besonders für langjährige Partner-schaften, wenn man glaubt, den anderen durch und durch zu kennen. Welch eine Ignoranz! Und wie schön und belebend kann es für eine Partnerschaft sein, auch nach vielen Jahren immer wieder neue Facetten am Partner zu entdecken. Wenn wir offen und interessiert sind, werden wir sie sehen. Nur unsere Vorstellung hindert uns daran.

Oder wir haben eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie unser perfekter Urlaub auszusehen hat. Je genauer die Vorstel-lung ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass am Urlaubsort etwas nicht unseren Vorstellungen entspricht und wir dann enttäuscht sind.


Die Vorstellung hindert uns daran, das was ist anzunehmen und uns daran zu erfreuen, anstatt uns von einem hypothe-tischen Bild, das nur in unserem Kopf existiert, die Laune verderben zulassen.

 

Oder der Nachbar, der in unserer Vorstellung immer unfreund-lich ist. Vielleicht war er es einmal wirklich. Und deswegen ha-ben wir dieses Bild von ihm im Kopf, das nur noch diese Schlussfolgerung zulässt. Wenn er dann freundlich grüßt, den-ken wir, dass er bestimmt etwas im Schilde führt oder nur aus Berechnung freundlich ist, weil er uns um einen Gefallen bitten will.

 

Es ist schade, wenn dich eine Vorstellung daran hindert, einen Menschen wirklich kennenzulernen, noch destruktiver kann sie aber sein, wenn sie ganzen Menschengruppen über-gestülpt wird.

Sicher hast du auch gewisse Vorstellungen von dir selbst - wie du sein solltest und wie nicht. Und genauso, wie dich Vorstel-lungen daran hindern, andere Menschen wirklich kennenzu-lernen, genauso hindern sie dich daran, dich selbst zu erfor-schen und alles, was dich ausmacht, anzunehmen.

 

Manche Eigenschaften und Verhaltensweisen sind beliebter als andere. Du hast aber ALLE in dir, und wenn du manche einfach ausblendest, weil sie nicht in das perfekte Bild von dir passen, werden sie in den Schatten gedrängt und nach außen projiziert. Das bedeutet, du wirst sie an anderen Menschen viel stärker wahrnehmen, als diese Menschen sie tatsächlich verkörpern.

 

Die Vorstellung von dem was du bist, hindert dich auch daran, dich als das zu erfahren, was du wirklich bist - jenseits deiner physischen Form und dieses Körpers. Deine wahre Natur ist ewiges und unendliches Bewusstsein, aus dem alles entsteht. Deine Vorstellung hindert dich daran, deine Verbindung mit allen anderen Formen wahrzunehmen und dich als die Quelle, die Essenz von allem was ist, zu entdecken.

 

Jenseits deiner Vorstellung von dir und dem, was du dein Leben nennst, warten tiefer Frieden, Liebe und Freude auf dich.

Keine Vorstellungen zu haben, bedeutet, ganz im Hier und Jetzt zu sein und dich vom Leben berühren zu lassen. Dich ganz auf den gegenwärtigen Moment einzulassen und wahr-zunehmen, was wirklich da ist.

 

Das braucht gar nichts Besonderes zu sein, allein deine wache Präsenz und Aufmerksamkeit machen ganz alltägliche Dinge zu einer freudvollen Erfahrung. Das ganze Leben wird viel bunter, wenn du dich immer wieder mal vom Leben überra-schen lässt, anstatt ihm vorzuschreiben, wie es sein sollte.

 

Du wirst authentisch sein, auch mit Ecken und Kanten. Vor al-lem aber werden deine Beziehungen eine neue Tiefe und Inten-sität bekommen, wenn du dich ganz auf dich selbst und dein Gegenüber einlässt. Die Vorstellung, ein getrenntes Wesen zu sein, wird durchschaut und deine Verbindung zur Natur, zu anderen Menschen und Lebewesen erfahrbar.

 

Hinter deiner Vorstellung von dir findest du deine wahre Natur, die Essenz deines Seins - und diese ist Liebe, Freude und Friede, unabhängig von äußeren Umständen. Da lohnt es sich doch wirklich, die Vorstellung mal hintanzustellen, nicht wahr?

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