Grundlose Freude

Heute möchte ich eine Erkenntnis mit dir teilen, die in den stillen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr zu mir ge-kommen ist.

 

Es geht dabei um die grundlose Freude, die Kinder oft empfin-den und die uns im Laufe unseres Erwachsenwerdens immer mehr abhanden kommt. Dabei ist Freude das, was wir in der Essenz unseres Wesens sind. In unserem innersten Kern sind wir Liebe und Freude, tief und weit wie ein stiller Ozean.

 

Das sind wir immer, nur manchmal sind wir uns dessen nicht bewusst. Das ist meist dann der Fall, wenn wir auf unser Ego hören, das uns einreden will, was wir nicht alles brauchen, um endlich glücklich zu sein. Mein liebes Ego ist da wirklich sehr kreativ, und es weiß auch genau, wo es ansetzen muss, schließ-lich kennen wir uns schon lange genug :-). Wenn ich nicht acht-sam bin, erwischt es mich immer wieder mal, nur mitterweile erkenne ich sein Spiel sehr schnell und kehre dann ganz einfach zurück zu der Freude in mir.

Lass mich dir erstmal den Unterschied zwischen bedingter und bedingungsloser Freude, so wie ich ihn wahrnehme, erklären.

 

Bedingte Freude ist immer abhängig von Etwas im Außen. Das kann eine Person sein, ein Gegenstand oder ein bestimmter Ort, was auch immer. Du glaubst, dass du diese Sache brauchst, um glücklich zu sein, oder dass du mehr Freude haben wirst, wenn du diese bestimmte Sache bekommst: das neue Auto, der nächste Urlaub, deine Lieblingsspeise, jeder Mensch hat da seine persönlichen Vorlieben, die sein Ego natürlich kennt.

 

Bedingungslose Freude ist das, was du bist und vollkommen unabhängig von äußeren Umständen. Das Interessante ist nur, dass du diese Freude nicht fühlen kannst, wenn du glaubst, dass du etwas im Außen unbedingt haben musst. Dann hat dich dein Ego an der Angel, und du versucht im Außen etwas zu finden, was in deinem Inneren im Überfluss vorhanden ist.

Auch gibt es einen subtilen Unterschied, wie sich bedingte und bedingungslose Freude anfühlen.

 

Bedingte Freude hat für mich eine schale und ein wenig klebrige Energie. Sie haftet an dem an, worauf sie sich bezieht, und es ist auch eine unterschwellige Angst mit dabei, das "Objekt der Begierde" wieder verlieren zu können und damit auch die damit verbundene Freude. Auch umgibt die bedingte Freude die Aura des Vergänglichen. Entweder du verlierst die Sache wieder (dein Auto wird geklaut, die Lieblingsspeise ist aufgegessen) oder dein Ego verliert nach einiger Zeit sein Interesse daran.

Dann braucht es wieder etwas Neues, um glücklich zu sein. Es ist ein nie endender Kreislauf zwischen (kurzzeitiger) Lust und Frust.

 

Bedingungslose Freude ist leicht, frei und fließend. Sie ist in dir, eine beschwingte Heiterkeit, die sich selbst genügt und die niemals verloren gehen kann. Sie ist immer da, und sobald du dein Ego durchschaut hast, kannst du immer in diesem leichten und freien Zustand, der dein wahres Wesen ist, sein.

Bitte verstehe mich nicht falsch - du kannst und sollst dich sogar an den schönen Dingen des Lebens erfreuen. Es ist die innere
Haltung, die den Unterschied ausmacht. Tust du etwas aus der inneren Freude heraus oder machst du es um in die Freude zu kommen oder um dich besser zu fühlen?

 

Hier ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich mache grundsätzlich gerne Sport, habe aber beobachtet, dass meine Intention, warum ich z.B. Laufen gehe, den Unter-schied ausmacht, wie ich das Laufen dann erlebe. Wenn ich in der Freude bin und einfach Laufen gehe, weil ich Lust dazu habe, ist das immer sehr schön und ich fühle mich danach er-frischt und noch freudiger. Die Endorphine (Glückshormone) tanzen in meinem Körper und ich bin voller Energie. Früher bin ich auch manchmal Laufen gegangen, wenn mich Emotionen belastet haben oder ich am Vortag zu viel gegessen hatte, also um mich dadurch besser zu fühlen. Dann war es oft anstren-gend und mühsam. Manchmal war es die gleiche Strecke, beide Male schönes Wetter und doch war die Erfahrung eine ganz
andere.

Ich durfte erkennen, dass das Ego auch hier seine Hand im Spiel hatte und aus einer an sich positiven Sache, wie Laufen zu gehen, etwas gemacht hat, das sich nicht frei und leicht ange-fühlt hat. Sobald ich etwas mache, um damit etwas zu errei-chen, um mich besser zu fühlen, verliert die Tätigkeit ihre nährende Kraft und ihren Zauber. Manchmal kann es sein, dass man sich danach kurzfristig besser fühlt, aber es ist kein Vergleich mit der Freude und Leichtigkeit des Seins, die aus der bedingungslosen Freude entstehen.

 

Wenn du das erkannt hast, wirst du zwischen dem "Haben wollen" des Egos und deinen wahren Herzenswünschen leicht unterscheiden können, denn die Herzenswünsche entspringen immer deiner Freude.

 

Es gibt zwei einfache Möglichkeiten sich mit der inneren Freude zu verbinden. Damit hebst du automatisch deine Schwingung an und wirst dich grundsätzlich wohler fühlen. Die ersten paar Male ist es sicher leichter, in einer ruhigen Umge-bung zu üben, aber dann funktioniert es genauso gut in einer überfüllten U-Bahn.

Mein Geschenk heute für dich:
Diese beiden kurzen Übungen bringen dich schnell in den Zu-stand der Freude. Du kannst sie einzeln oder gemeinsam an-wenden, wie es gerade für dich passt.


Die erste Übung ist gut geeignet, wenn du merkst, dass du nicht mehr in deiner Mitte bist. Manchmal sind wir so auf die äußere Welt konzentriert, dass wir uns "darin verlieren". Für mich fühlt es sich an, als ob neugierige Anteile von mir an all den interessanten Dingen im Außen kleben bleiben und ich innerlich immer weniger präsent bin. Anstatt Freude, fühle ich dann innere Leere. Das geht mir manchmal im Urlaub so oder wenn ich an einem neuen Ort bin und ganz neugierig gleich alles erkunden und kennenlernen möchte. Oder wenn ein bestimmtes Ereignis im Aussen meine gesamte Aufmerksam-keit auf sich zieht.

 

Wenn ich das merke, halte ich inne, atme tief durch, richte meine Aufmerksamkeit auf mein Herzzentrum und gehe in die Absicht "alle Anteile von mir, die auswärts sind" jetzt zu mir zurückzuholen. Du musst nicht wissen, wie das geschieht, die Absicht genügt. Ich fühle dann augenblicklich Wärme und ein Pulsieren im Herzzentrum. Ich bin wieder zu Hause und in der Freude.

Die zweite Übung ist auch immer und überall anwendbar.

Du atmest die Liebe ein, die immer und überall für dich da ist. Wenn ich z.B. in einer überfüllten U-Bahn sitze und merke, dass ich beginne mich unwohl zu fühlen, richte ich ganz bewusst meinen Fokus auf die Liebe und atme Liebe ein. Es ist immer alles da, und das, worauf ich meinen Fokus richte, wird meine Relität. Nach ein paar Atemzügen spüre ich Weite und Ausdehnung und bin wieder in meiner Freude. Das ist so einfach und gleichzeitig so wirkungsvoll. Alles darf so sein wie es ist, und ich wähle mit meiner Ausrichtung meine Schwin-gungsebene.

 

Probiere es aus, und du wirst überrascht sein!

Viel Freude damit!

 

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