Das ewige Jetzt

Vor einiger Zeit habe ich ein interessantes Webinar gesehen, bei dem es unter anderem um Selbstliebe ging. Vielleicht fragst du dich jetzt, was das mit dem heutigen Thema zu tun hat, und ich kann dir nur antworten: Sehr viel!

 

Schon lange weisen spirituelle Lehrer darauf hin, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben und dass es die Zeit nicht wirklich gibt. Als ich das zum ersten Mal hörte, hatte ich einige Mühe damit, es nachzuvollziehen. Ich kann mir vorstellen, dass es anderen Menschen auch so geht, weil es dem widerspricht, was wir wahrnehmen.

 

Mittlerweile ist es für mich kein Widerspruch mehr, und den-noch fand ich es manchmal schwer, die richtigen Worte dafür zu finden, wenn ich mit anderen Menschen darüber gesprochen habe.

 

In dem vorher erwähnten Webinar habe ich ein Erklärungsmo-dell gesehen, das dieses Phänomen verblüffend einfach darstellt. Mit hat es gut gefallen und deshalb möchte ich es heute mit dir teilen.

Die Kernaussage vieler spiritueller Lehrer ist, dass es nur einen einzigen Moment gibt, in dem wir etwas verändern können - das Jetzt.


Die Vergangenheit und die Zukunft sind nicht wirklich real. Wenn du in einer ruhigen Minute hineinspürst, wirst du fest-stellen, dass keine "Zeit vergeht", sondern sich nur der jetzige Moment verändert. Die Zeit auf der Uhr ist ein künstliches Konstrukt, das uns hilft, uns im ewigen Jetzt zu orientieren. Es ist hilfreich dabei, unser Leben zu organisieren, Termine zu vereinbaren, Verabredungen einzuhalten, aber sonst ist es nicht real. Das wird einem wohl spätestens dann klar, wenn die Uhr auf Sommer- oder Winterzeit umgestellt wird, die Natur und die Welt davon aber unbeeinflusst bleiben.

 

Was real ist, ist der Wechsel der Jahreszeiten im niemals enden-den Kreislauf des ewigen Jetzt. Die Natur hat es nicht eilig, und es gibt auch nichts anderes als diese ewig gleiche Abfolge, die wir erfahren, solange wir hier auf der Erde sind.

Die Vergangenheit und die Zukunft sind nur Gedanken, und das ist auch der Grund, warum wir dort nichts ändern können.

 

Erinnere dich an eine Situation, in der du dich geärgert hast. Vielleicht hattest du Streit mit einem Arbeitskollegen oder jemandem aus der Familie. Wann war das? Vor einem Monat, einem Jahr oder noch länger her? Wie fühlst du dich, wenn du an diese Situation denkst? Wahrscheinlich fühlst du jetzt den gleichen Ärger oder zumindest Unbehagen, wenn du dich daran erinnerst. Du fühlst es JETZT, obwohl diese Angelegenheit schon eine Weile her ist. Oder du denkst an den letzten Urlaub oder ein anderes schönes Ereignis aus dem ausklingenden Jahr. Schon fühlst du Freude und angenehme Gefühle, alles JETZT. Du hast die Situation vor deinem inneren Auge und fühlst JETZT die entsprechenden Gefühle.

 

Bei positiven Gefühlen ist das ja angenehm, aber wenn du an einen Steit oder eine andere unangenehme Erfahrung denkst und diese dadurch immer wieder in die Gegenwart, den jetzigen Moment, holst, erlebst du die gleichen unangenehmen Gefühle ständig aufs Neue, bis du sie zu Ende fühlst und erlöst. Und das kannst du nur JETZT, nicht vor einem Jahr oder wann immer sich der Vorfall ereignet hat.

Genauso ist es mit angsterfüllten Gedanken an die Zukunft. Die fühlst du auch JETZT und nicht erst in ein paar Tagen, wenn die Prüfung oder ein anderes Ereignis, vor dem du dich fürchtest, stattfinden wird.

 

Alles geschieht JETZT und kann auch nur JETZT verändert werden.

 

Wenn du immer wieder sagst, dass du etwas nicht kannst, wirst du es nicht lernen können. Du kannst aber ab JETZT sagen, dass du es lernen kannst und willst und somit deine Einstellung JETZT verändern. Wenn du ab JETZT dabei bleibst, dass du es
lernen kannst, kreierst du damit eine andere Möglichkeit und deine Realität wird sich verändern.

 

Deshalb ist es auch Selbstliebe, anderen Menschen zu verge-ben, wenn du Groll gegen jemanden hegst. Immer, wenn du an den anderen Menschen denkst, ärgerst du dich und zwar immer wieder JETZT. Der andere Mensch bleibt davon unberührt, du fühlst den Ärger und den Schmerz immer wieder JETZT, solange bis du vergibst und mit der Angelegenheit in Frieden bist. Das erkennst du daran, wenn die Erinnerung an das Ereignis keine Emotionen mehr in dir auslöst.

Sehr oft kommt mit dem Vergeben auch die Erkenntnis, warum diese Situation, so unangenehm sie für dich auch war, dennoch hilfreich für dich war und dass du etwas daraus gelernt hast.

 

Ein JETZT fügt sich an das nächste, und immer nur im JETZT kannst du etwas verändern. Wenn du dich auf dieses Erfahren und Fühlen einlässt, wirst du schnell durchschauen, dass Zeit nur eine Illusion ist.

Es war ein bewegtes und ereignisreiches Jahr mit dir. Es hat mir viel Freude gemacht, meine Blogbeiträge mit dir zu teilen und ich sage Danke für's treue Mitlesen und für all die Feedbacks, die ich bekommen habe. Wenn dir meine Beiträge gefallen und dich unterstützt haben, hast du hier die Gelegenheit, meine Arbeit mit deinem Herzensbeitrag zu unterstützen. Ich danke dir von Herzen.