Öffne dein Herz!

Öffne dein Herz - für dich selbst und für Andere!

Das ist ein großes Thema in diesen Tagen, in denen sich so viele Menschen nach Frieden sehnen, es aber den Anschein hat, dass in dieser Welt immer mehr Unfrieden herrscht. Aber auch bei Menschen, die sich Frieden wünschen, findet sich in ihrem Inneren Angst und Ablehnung, meistens vor unbekannten Dingen und anderen Wirklichkeiten. "Wie innen so außen" lautet eine alte Weisheit, und deshalb möchte ich heute auf den "alltäglichen inneren Unfrieden" eingehen und sein Entstehen genauer betrachten.

 

Es müssen nicht immer große Unstimmigkeiten sein, die das Herz verschließen. Manchmal sind es viele kleine Ursachen, die dazu beitragen, dass aus einem liebenden "JA" zu einem Menschen im Laufe der Zeit ein ablehnendes "NEIN" wird.

Oder wir verschließen unser Herz für uns selbst, weil wir nicht dem Idealbild, das unser Verstand konstruiert hat, entsprechen. Beides verstärkt den Unfrieden in unserer Welt.

 

Die Lösung dafür ist, das Herz wieder zu öffnen, doch bevor das geschehen kann, ist es wichtig zu verstehen, wie und warum wir unser Herz immer wieder verschließen.

Immer wenn wir eine ablehnende, abwehrende Haltung einnehmen, verschließen wir unser Herz.

  • Wenn jemand etwas sagt, womit wir nicht einverstanden sind,
  • wenn eine Situation sich anders zeigt, als wir uns das vorgestellt haben oder
  • wenn wir Menschen begegnen, die sehr anders sind als wir selbst,

fühlen wir Angst und/oder Ablehnung.

 

Mir erscheint es wichtig, diesen Abwehrmechanismus (das geschieht in einem Sekundenbruchteil, meistens sehr unbewusst) zu identifizieren, denn solange etwas unbewusst abläuft, ist es schwierig, das eigene Verhalten zu hinterfragen bzw. zu ändern. Deshalb möchte ich dich dazu einladen, sehr bewusst deinen Körper zu spüren, wenn dir das nächste Mal eine der oben angeführten Situationen begegnet.

 

Wie reagiert dein Körper? Was kannst du spüren?

Ich nehme meistens eine Art Verkrampfung oder Verhärtung wahr, entweder im Solarplexus (dort wo sich der Magen befindet) oder auch im Brustraum. In diesen Bereichen wird der Energiefluss unterbrochen und die Energie verdichtet sich. Hält dieser Zustand länger an, fühlt es sich an, als ob sich eine energetische Mauer aufbaut, hinter der ich zwar geschützt bin vor den äußeren Einflüssen, aber gleichzeitig auch abgeschnitten vom Fluss des Lebens und der Liebe.

Hast du das schon einmal ganz bewusst gespürt?

Vielleicht erinnerst du dich an eine Situation, wo du mit deinem Partner oder einem anderen Menschen eine Meinungsver-schiedenheit hattest. Je länger die Diskussion dauerte, desto mehr "verhärtete" sich diese energetische Mauer. Irgendwann ging es nur noch um Abwehr und das Rechthaben und nicht mehr um das ursprüngliche Thema. So entstehen Familien-fehden, die an die nächste Generation weitergegben werden und auch Kriege.

 

Dieses Verhalten ist menschlich, aber nicht dienlich, und es hat immer mit Angst zu tun. Dinge, die wir nicht verstehen, oder Ansichten, die so neu oder anders sind, dass unser Verstand keine Referenzpunkte dazu findet, machen uns Angst, und die erste Reaktion darauf ist Abwehr.

Dieses Verhalten ist aus meiner Sicht nicht natürlich. Natürlich wäre eher Neugier oder Interesse, so wie wir es bei kleinen Kindern beobachten können, wenn sie etwas Unbekanntes entdecken. Es ist ein anerzogenes Verhaltensmuster, dass wir uns von anderen Ansichten bedroht fühlen und aus Angst mit Ablehnung und Abwehr reagieren. Aber das muss nicht so sein! Sobald wir lernen uns in solchen Situationen bewusst zu beobachten, können wir uns anders verhalten und unser Herz offen halten, auch wenn wir anderer Meinung sind.

Und so geht's:


Sobald du also spürst, wie sich diese Mauer verdichtet, kannst du ganz bewusst die Barriere wieder senken. Energie folgt der
Aufmerksamkeit, und wenn du dir vorstellst, wie du diese energetische Mauer hinunterfährst, wirst du spüren wie es geschieht und die Verkrampfung sich löst. Zuerst übst du das am Besten für dich alleine. Wenn du das nächste Mal auf der Straße einen Menschen siehst, den du wegen seines Aussehens oder seiner Herkunft ablehnst, spüre die Ablehnung und dann senke die energetische Barriere, die gerade hochfährt. Stell dir vor, wie die Barriere um dich herum im Boden versinkt und die Liebe aus deinem Herzen in alle Richtungen strahlt. Wenn du das ein paar Mal geübt hast, kannst du dazu übergehen, auch in einem Gespräch die Barriere unten und dein Herz offen zu lassen. Das Schöne daran ist, dass deine Gespräche immer friedlicher verlaufen werden. Wenn du keinen Widerstand aufbaust, braucht sich auch dein Gesprächspartner nicht zu schützen und unterschiedliche Meinungen können friedlich nebeneinander existieren.

Friede entsteht, wenn wir damit aufhören, dem Leben Bedingungen zu stellen und andere nach unseren Vorstellungen zu verändern.

Damit meine ich nicht zu allem "Ja und Amen" zu sagen, sondern auf die eigene innere Haltung zu achten.

Wenn das Herz offen ist, kann ich in voller Liebe NEIN sagen oder anderer Meinung sein, es wird aber beim Gegenüber anders ankommen. Dann kann alles gesagt und über alles diskutiert werden, ohne den Anspruch "Recht zu behalten" (was immer das auch ist) - das offene Herz macht den Unterschied.

 

Unfriede entsteht nicht weil jemand anders ist oder eine andere Meinung hat, sondern erst wenn ich Angst vor dieser anderen Ansicht habe. Dann mach ich (mein Herz) zu und versuche mich zu schützen.

 

Es kann sehr interessant sein, in das eigene Innere zu schauen und herauszufinden, wo diese Angst herkommt.

  • Was löst es aus in mir?
  • Was regt mich daran so auf?
    Erinnert es mich an ein persönliches Erlebnis? (z.B. ein dominanter Elternteil oder Lehrer aus der Kindheit)
  • Oder ist es ein (übernommenes) Vorurteil, z.B. einer bestimmten Volksgruppe gegenüber?

Wenn du mit ehrlichem Interesse nach innen schaust, wird sich etwas zeigen.

Das Gleiche gilt natürlich auch für dich selbst. Immer wenn du dich verurteilst oder glaubst anders sein zu müssen als du bist, verschließt du dein Herz und trennst dich selbst vom Fluss der Liebe ab. Du kannst das als Enge, Unzufriedenheit oder innere Unruhe wahrnehmen. Dann kannst du dich bewusst für das lieben, was du an dir selbst abgelehnt hast und dein Herz wieder öffnen.

 

Je mehr Frieden du in deine Welt bringst, desto angenehmer wird dein Leben und der Friede wird sich auch im Außen zeigen. Du kannst so sein wie du bist und alle anderen dürfen das auch. Du hältst dein Herz für dich selbst und andere offen. Ein friedliches Nebeneinander ohne Angst vor individuellem Ausdruck und unterschiedlichen Ansichten kann daraus entstehen.

 

Wie fühlt sich das für dich an?

Heute möchte ich mit herzöffnenden Worten von der wunder-baren und inspirierenden Christina Wiesner Sonnenbaum schließen. Ich liebe diesen kleinen Spruch, und du kannst ihn immer dann anwenden, wenn du merkst, dass du eine ableh-nende Haltung einnimmst. Spüre dabei, wie sich die Verkram-pfungen lösen und die Liebe wieder frei fließen kann.


"Fremde Wirklichkeit, ich sehe dich. Ich weiß, dass es dich gibt. Ich danke dir, dass du mich an die Vielfalt der Schöpfung erinnerst. Dafür liebe ich dich. Ich ehre deinen Weg."

Es ist nicht immer ganz leicht, das Herz offen zu halten. In schwierigen Situationen, oder wenn schon längere Zeit Unstimmigkeiten bestehen und die Mauer der Abwehr schon sehr massiv ist, kann es dienlich sein sich Hilfe zu holen. Gemeinsam können wir schauen was dein Herz braucht um sich wieder zu öffnen. Ich bin gerne für dich da!