Tun oder Sein?

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie oft du etwas tust um das Sein zu vermeiden? Und dass dieses Tun dann meistens nicht
erfüllend ist, sondern sich anstrengend anfühlt und dich auslaugt? Und hast du schon einmal die wunderbare Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt aus dem Sein heraus zu tun? Kennst du diese Freude, diese Inspiration, wenn sich der Flow einstellt und einfach alles leicht geht und du im Tun aufgehst, weil es dich tief beglückt und nährt? Spürst du innerlich, wann dein Tun aus dem Sein kommt und wann du tust, um nicht zu sein?


Seit dem Seminar "Weg der Inneren Nahrung" nehme ich diesen Unterschied sehr stark wahr. Ich könnte auch sagen, ich fühle viel tiefer, wann ein Impuls aus dem Herzen kommt und wann aus dem Verstand - wenn der Verstand meint: "Ich sollte doch..." oder "ich müsste...". Diese Stimme des Verstandes ist nicht liebevoll, sie ist immer ein bisschen vorwurfsvoll und möchte mir ein schlechtes Gewissen machen, damit ich schnell etwas tue. Sie mag es gar nicht nicht, wenn ich einfach im Hier und Jetzt bin, glücklich und erfüllt mit dem was ist. 

Kennst du diese Stimme auch? Immer, wenn du zur Ruhe kommen willst, meldet sie sich und sagt dir, was du jetzt tun solltest, nur um nicht ins Sein zu kommen.

Lange Zeit habe ich geglaubt, was sie mir erzählt. Jetzt genieße ich es manchmal sogar sie wahrzunehmen und finde es interessant zu beobachten, was sie so alles erzählt. Da ist eine undefinierbare Angst vor dem Jetzt, vor diesem perfekten Moment, vor der Tiefe und Stille in mir.

 

Im Sein endet das Leid, und ohne Leid gibt es kein Ego. Das Ego hat Angst, im Sein aufzugehen und zu "sterben" - daher all das Tun, sinnvoll oder nutzlos, einfach nur irgendetwas tun um nicht "sein zu müssen".
Das Paradoxe daran ist nur, dass es nie aufhört, das Tun ist nie zu Ende. Kaum wurde etwas getan und abgeschlossen, findet
das Ego das nächste Tun und das nächste und das nächste.... es hört nie auf. Die Ablenkung darf niemals aufhören, denn dann kommt das Sein, das alles verändern würde, und so beginnt der Kreislauf von vorne. 

So lange war ich gefangen im Kreislauf des Tuns, und hoppla, wenn ich nicht aufpasse, gehe ich meinem geliebten Ego immer noch in die Falle - dann hat es mich am Haken des Tuns, bis ich es merke und mich davon befreie. Wie ich das mache? Durch Nicht-Tun.


Einfach aufhören und in die Stille gehen, ist da sehr hilfreich; Meditation, Atmen, Singen in die Natur setzen... nach innen
schauen, was da ist. Welcher Anteil hat Bedürfnisse? Sind da Emotionen, die gefühlt werden wollen? Was ist JETZT da?

 

Es kann durchaus sein, dass das Sein nicht immer angenehm ist. In der Stille können Energien an die Oberfläche kommen, die schon lange da sind und vor lauter Tun nie gesehen und gehört wurden. In der Stille fühlst du dich ganz, alle Anteile von dir, dein Licht und deinen Schatten. Was ist Jetzt da? Was von mir will sich jetzt zeigen? Und dann sei mit dem, was sich zeigt, ganz wach, ganz präsent.

 

Manchmal, wenn sich eine heftige Intensität zeigt, drifte ich weg. Die "Vernebelungstaktik" des Ego, bloß nicht hinschauen, denn da liegt die Heilung. Alles kann im Lichte deines Bewusstseins heilwerden, aber es braucht dich, deine Präsenz, dein kompromissloses Hinschauen mit Liebe und Mitgefühl, denn all das bist auch du. 

Im Sein zu sein führt zu tiefer innerer Ruhe und Dankbarkeit.

 

Vor ein paar Tagen bin ich in einer Wiese gelegen. Ich spürte die weiche Decke unter mir, spielte mit den Fingern mit einem Grashalm und schaute den Wolken zu, die am endlos blauen Himmel dahinzogen. Auch die Gedanken wurden immer langsamer und in mir breitete sich ein himmlischer Frieden aus. Ich konnte spüren, wie mein Körper immer mehr in einen angenehmen, entspannten Zustand kam, wie er sich ganz von selbst in die angenehmste Position brachte. Ich betrachtete die Landschaft, wie wenn ich sie zum ersten Mal sehen würde, und auf einmal stieg eine stille, innere Freude und Dankbarkeit in mir auf. Innerhalb dieses Moments war ich wunschlos glücklich, auf allen Ebenen genährt und erfüllt. Ich konnte einige Zeit in diesem gesegneten Zustand verweilen, bis die Gedanken zurückkamen. Die darauffolgende Atemmeditation durchflutete meinen Körper mit neuer Energie und nahm alte Belastungen einfach mit.

 

Mein Tipp für dich:

 

Gib dir jeden Tag mindestens einmal die Möglichkeit, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Vielleicht ist es am Anfang gar nicht so leicht für dich, dich zu entspannen, weil es für deinen Körper ungewohnt ist, einfach zu sein und gar nichts zu tun. Wenn du dranbleibst, wird sich das schnell ändern und du kannst aus diesen "Seins-Momenten" sehr viel Kraft schöpfen. Das ist der Anfang. 

Wenn du immer wieder mal kurz innehältst um zu sein und dich zu spüren, wird sich dein Leben langsam verändern.
Dann kann Inspiration zu dir kommen und deinem Tun eine neue Tiefe geben, weil du dann beim Tun immer auch im Sein bist. Das Tun, aus dem Sein heraus, fühlt sich leicht, fließend und erfüllend an - Du bist jederzeit präsent in deinem Körper, und ganz egal was du dann tust, dein Sein wird in dieses Tun einfließen und es zu etwas wirklich Besonderem und Wertvollem machen. Deine Arbeit kann dich dann erfüllen, und sie wird zum Segen für jeden, der damit in Berührung kommt. Deine Beziehung zu deinen Mitmenschen wird sich wandeln und du wirst den Menschen hinter seiner Funktion wahrnehmen.

 

Heute war ich in einem Geschäft etwas umtauschen und
habe mit der Verkäuferin wie mit einer guten Freundin gesprochen. Menschen spüren, wenn sie gesehen und geschätzt werden, und dieses Geschenk kannst du jedem jederzeit machen.

 

Deine Präsenz, dein Sein, macht den Unterschied!

Was du aussendest kehrt zu dir zurück!
Es lohnt sich wirklich, das Sein zu kultivieren und es immer mehr in dein Leben einzuladen! 

Das Sein erfüllt jeden Moment mit Freude und Dankbarkeit.

Du bist wirklich da, in deinem Körper, in deinem Leben.

Es ist so schön, damit aufzuhören, Dinge zu tun um glücklich zu sein.

 

Glücklich-tun funktioniert nicht, du kannst nur glücklich-sein :-) ... und aus dem Glücklichsein heraus Dinge tun, die dann erfüllt sind durch dein Sein und dir und anderen noch mehr Glück und Segen bringen.

Bei mir ist es momentan so, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt. Wenn ich im Sein bin, dann gibt es keine Grenze, keine Wertung, alles ist Freude, alles fließt.

Da ist nur die Frage: "Herz, was willst du jetzt?" - und aus dem Sein heraus ist das Tun erfüllend und nährend, eine Freude nach der anderen.


Das ist ein Weg, der nie endet, und jeder Augenblick des Tages lädt dich ein, den Fokus vom Tun ins Sein zu bringen und so dein Tun vom Sein durchdringen zu lassen. Ich wünsche dir einen glücklichen und freudvollen Weg! 

Beim Seelengenährt-Kongress ging es in einigen Geprächen auch um das Thema "Im Hier und Jetzt sein".

Heute möchte ich dir ein besonderes Geschenk machen und drei der Interviews, in denen dieses Thema im Vordergrund stand, nochmals für 24 Stunden freischalten.

Das Kongresspaket mit vielen spannenden Themen rund ums "Seelengenährt-sein" kannst Du zumPreis von € 79,-- kaufen oder die Einzelvideos um € 3,-- pro Stück.